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15.12.2010: Kurze Wege über die Alpen - Süddeutsche Delegation erkundet das Potenzial Liguriens

Viele Waren erreichen und verlassen Süddeutschland über die Nordhäfen. Obwohl der direkte Weg zu den Überseemärkten über die Alpen führt. Damit diese ökonomisch und ökologisch kluge Alternative zukünftig mehr genutzt wird, knüpfte eine Delegation aus Süddeutschland Kontakte zu den ligurischen Häfen.

Gewerkschaften und undurchschaubare Organisation. Dieses Bild hält viele Spediteure und Transportunternehmer davon ab, die italienischen Südhäfen in ihre Logistikketten einzubinden. Ende November überzeugten Genua, Savona und La Spezia süddeutsche Delegierte mit ihrer hocheffizienten und kostenbewussten Organisation von dem Potenzial der Geschäftsverbindung zwischen dem norditalienischen und süddeutschen Raum. Den Anlass dafür gab Transitects, ein EU-Projekt, das mit einem Förderbudget von 3,2 Millionen Euro im Rahmen des Alpine Space Programms mit 16 Projektpartnern aus dem Alpenraum neue Transportlösungen und den Aufbau persönlicher Kontakte unterstützt. Organisiert von der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart und dem KLOK Kooperationszentrum Logistik e. V. diskutierten das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg, der Verband Spedition Logistik (VSL), die Initiative LOGinS Logistik in Schwaben, der Reeder MSC, der Regionalverband Donau-Iller (RVDI), das Logistikkompetenzzentrum Prien (LKZ), die Wirtschaftsförderung Heilbronn-Franken und die Hochschule Ulm vor Ort, wie die Wirtschaftsräume durch intelligente Verkehrsverbindungen profitieren können und welche Hindernisse ausser den Alpen diesem Ziel im Weg stehen.

Mit Vorurteilen aufgeräumt „Über die Alpen lassen sich auf dem Weg zum Suezkanal rund 41 Prozent CO2 sparen“, fasst Martin Samain vom RVDI das Projekt Transitects für alle Gastgeber zusammen. „Doch nur wenige Transportunternehmer und Spediteure denken in Richtung Süden“. Im ligurisch-schwäbischen Austausch kristallisiert sich bald die Poebene als Flaschenhals heraus. Die Güterzüge sind vom vorrangigen Personenverkehr abhängig. Zu-dem verfügt die italienische Staatsbahn nicht immer über genügend Rollmaterial und bindet seine Datenverarbeitung selten an die EDI Systeme der Kunden und Partner an. Dem begegnen Terminalbetreiber und Hafenbehörden in Genua, Savona und La Spezia mit Unternehmergeist. Die thyrrhenischen Häfen verbindet das Problem der begrenzten Flächen und der Wille neue Märkte zu erschließen.

Steilhänge wie in Stuttgart Mit 1,190 Millionen TEU (2009) pro Jahr ist  Genua weitgehend ausgelastet und jeder Zentimeter effizient genutzt. Die Ware wird so schnell wie möglich abtransportiert. Durch die Steilhänge des Appenins keine leichte Aufgabe. Güterzüge Richtung Mailand müssen auf die Hauptstrecke über Genua. Abhilfe schafft ab 2015 die eingleisige und ab 2020 zweigleisige Hochleistungsstrecke Terzo Valico. „Um neue Märkte und Potenziale zu erschließen, müssen wir rechtzeitig vor der Eröffnung unsere Beziehungen zu Süddeutschland aufbauen“, begrüsst Silvio Ferrando, seit zwei Jahren zuständig für die internationale PR der genuesischen Hafenbehörde, die Delegation und wird in der Diskussion unter anderen von Spediporto-Geschäftsführer Luca Spallarossa, als Vertreter von 1.500 italienischen Spediteuren, unterstützt. Auch er will mehr Verkehr nach Norditalien bringen. Savona, mit 200.000 TEU (2009) der kleinste der drei Häfen, setzt mit Unternehmergeist auf zukünftiges Marktpotenzial. Christoforo Canavese, Präsident der Hafenbehörde, organisiert die Anbindung an Hinterlandterminals über die Schiene selbst, denn er ist der Meinung: „Nur autonom und mit eigenen Lokomotiven und Waggons kann sich der Hafen weiterentwickeln“. Schwerpunkt in Savona sind leicht verderbliche Waren. Allein das Terminal Reefer schlägt mit neun bis 13 Schiffen pro Woche jährlich 600.000 Tonnen Obst, Gemüse und Fleisch aus aller Welt um. 60 Prozent davon wird auf 16.000 gekühlten Palettenstellplätzen eingelagert. Auch für die weiteren Produkte wie Kohle, Autos, Maschinen, Holz, Stahl oder Schüttgüter lebt das Logistiksystem vor allem vom schnellen Umschlag zu Hinterlandterminals wie Rivalta Scriva oder Mortara. Deshalb baut die A. P. Moeller-Maersk Gruppe bis 2014 ein Terminal das horizontal zwischen Kai und den Bahnwaggons auf kleinsten Raum umschlagen kann. „Wir wollen ein marktoffenes Terminal schaffen, das mindestens 40 Prozent im Kombinierten Verkehr abtransportiert“, stellt Managing Director Carlo Merli den Delegierten sein Projekt vor. Im letzten Hafen, La Spezia, begrüßt Davide Santini mit 19 Kollegen aus hafenansässigen Firmen die Delegation. Als Generalsekretär stellt er den ehemaligen Militärhafen vor, der an 365 Tagen pro Jahr mitten in der Stadt im Jahr rund 1,046  Millionen TEU (2009) mit 200 Partnerhäfen auf fünf Kontinenten umschlägt. Deshalb müssen die Güter möglichst schnell den Hafen verlassen. Mit einer prognostizierten Wachstumsrate von rund 20 Prozent wird effizienter Umschlag zu den Inlandterminals wie S. Stefano Magra immer wichtiger. Vor allem angesichts der ehrgeizigen Zukunftspläne: Ein größeres Containerlager, mehr Umschlag, ausgebaute Werften und 50 Prozent aller Transporte per Bahn. Ein strategischer Aspekt ist dabei die Beziehung zu Süddeutschland. Dabei thematisiert Paolo Cornetto, Netzwerk- und Logistikleiter des Tarros Terminals seine Erfahrungen mit vergleichsweise hohen Kosten im alpenquerenden Verkehr und die Kooperation unterschiedlicher Mentalitäten in Italien, Deutschland und der Schweiz.  Er fordert: „Neue Relationen müssen von der Erfahrung mit bereits bestehenden Verbindungen wie La Spezia – Ludwigshafen profitieren.“

Ligurisch-schwäbische Freundschaft Durch das Engagement der Gastgeber und die große Offenheit ergaben sich persönliche Kontakte, die langfristig zu Pilotrelationen führen können. Denn die Wirtschaftsräume sollen sich mit möglichst paarigen Verkehren verbinden. „Um die entstandenen Kontakte weiter zu vertiefen, kann der nächste konkrete Schritt ein Gegenbesuch der Häfen- und Terminalvertreter in Süddeutschland sein“, stellt Holger Bach, von der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart in Aussicht. „Kurz-fristig möchten wir das Angebot und die Kooperationschancen mit einer Serie von Workshops bei den heimischen Spediteuren bekannt machen, denn das Potenzial und die Infrastruktur für effiziente alpenquerende Verkehre ist da.“

Autorin: Gisela Blaas, COM.SENSE UG für Kommunikationsberatung (haftungsbeschränkt)

07.12.2010: Intercontainer in Liquidation: Ulm-Melzo Shuttle eingestellt

Das schweizerisch-belgische Unternehmen Intercontainer-Interfrigo SA hat Insolvenz angemeldet und soll liquidiert werden. In diesem Zuge wurde der seit April 2010 laufende Ulm-Melzo Shuttle eingestellt. 

Der Ulm-Melzo Shuttle war ein Ergebnis des Projekts Alpine Freight Railway (AlpFRail) sowie des Nachfolgeprojekts Transalpine Transport Architects (TRANSITECTS). In TRANSITECTS sollen ähnlich gelagerte  Verbindungen im unbegleiteten und begleiteten kombinierten Verkehr dazu beitragen, den alpenquerenden Güterverkehr von der Straße auf die Schiene zu verlagern. Quelle und weitere Informationen unter http://www.rvdi.de/aktuelles/meldungen/2010/12/ulm-melzo-shuttle-eingestellt-1.html (06.12.2010)

20.11.2010: Erster Spatenstich für das neue Lidl-Logistikzentrum

Graben Bürgermeister Andreas Scharf sprach gestern von einem "großen Tag" für seine Gemeinde. Zwar rollen die Bagger schon seit Mitte Oktober über das Grundstück an der B 17, doch seit Freitag wird nun ganz offiziell gebaut. Mit dem symbolischen Spatenstich haben Vertreter der Discount-Kette Lidl sowie Grabens Bürgermeister Andreas Scharf und Landrat Martin Sailer den Bau des neuen Lidl-Logistikzentrums in Graben eingeläutet. 170 Arbeitsplätze werden bis Herbst 2011 dort entstehen. Dann soll das neue Logistikzentrum mit 38 300 Quadratmetern Lagerfläche fertig sein.

"Von Graben aus ist man schnell auf der B 17. Die Anbindung an die A 8 und die A 96 ist hervorragend", begründet Siegmund Schmidt, Geschäftsleiter des Lidl-Immobilienbüros, die Wahl des Standortes. Das scheint auch für den großen Konkurrenten Aldi bei der Wahl des Standortes ausschlaggebend gewesen zu sein. Das Unternehmen betreibt in unmittelbarer Nähe auf Kleinaitinger Flur ebenfalls ein Logistikzentrum.

Gute Infrastruktur und optimale Anbindung an die Autobahnen

Wie bereits berichtet, hatte sich Lidl vergangenes Jahr dazu entschieden, ein neues Logistikzentrum in Graben zu bauen. Vorteile des neuen Standortes sei die Infrastruktur und die optimale Anbindung an die Autobahnen. Dazu habe der vierspurige Ausbau der B 17 maßgeblich beigetragen. Auch der Wegfall der beiden Ampeln an der Gabelsberger sowie der Leitershofer Straße auf der B 17 durch Augsburg war ein wichtiges Kriterium für das Unternehmen, sagt Siegmund Schmidt. So fließe der Verkehr problemlos von Norden nach Süden.

Nach mehreren Absagen großer Industrieunternehmen hat sich mit Lidl jetzt ein namhafter Konzern auf dem Industriegebiet im Grabener Norden niedergelassen. 90 Filialen werden künftig vom Lechfeld aus mit Lebensmitteln und aktueller Aktionsware versorgt.

Grund für den Bau war das Expansionsvorhaben des Discount-Riesen. Zehn bis 15 neue Filialen sollen in den kommenden 24 Monaten im bayerisch-schwäbischen Raum gebaut werden. Um dieses Ziel zu realisieren, reichten die Kapazitäten der Zentrallager in Anzing bei München und in Pfaffenhofen im Kreis Neu-Ulm nicht mehr aus. Jetzt entstehen 38 300 Quadratmeter Lagerfläche in Graben. Das neue Logistikzentrum soll im Sommer 2011 fertig werden. Im Herbst werden die ersten Laster anrollen und Waren abholen.

Mit Lidl ist das Industriegebiet in Graben längst nicht vollständig bebaut. Noch immer gibt es in dem Gewerbegebiet, das Ende der 90er Jahre ausgewiesen wurde, freie Fläche. Momentan hat der Anhänger-Spezialist Humbaur eine Option auf ein Grundstück.

Quelle: Augsburger Allgemeine Zeitung

04.11.2010: Erster Karriere-Tag bei Dachser in Kempten

Am 26. November 2010 veranstaltet der international tätige Logistikdienstleister Dachser am Firmenhauptsitz in Kempten den ersten Karriere-Tag. Eingeladen sind Studierende, angehende Speditions- und Logistikkaufleute sowie Young Professionals, die sich für eine Karriere bei Dachser oder einem der Dachser Karriere-Tag-Partnerunternehmen interessieren. Ebenfalls eingeladen sind Lehrkräfte von Hoch- und Berufsschulen. „Mit dieser Veranstaltung wollen wir jungen Menschen die vielfältigen Berufsmöglichkeiten in der Logistik näher bringen und zeigen, auf welche fachlichen Qualifikationen und persönlichen Fähigkeiten es bei Bewerbern wirklich ankommt“, sagt Bernhard Simon, Sprecher der Dachser-Geschäftsführung.

Im Rahmen des Dachser Karriere-Tages werden auch die Sieger von Deutschlands größtem Wissenswettbewerb für Logistikstudenten „Logistik Masters“ ausgezeichnet (www.logistik-masters.de).

Im Rahmen der gesonderten Veranstaltung „Career Point“ werden auch Einstiegspositionen, Traineeships, Praktika sowie Themen für Bachelor- und Master-Thesis angeboten.

Die Teilnahme am Dachser Karriere-Tag und an der Sonderveranstaltung „Career Point“ ist kostenlos. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt und eine Anmeldung ist zwingend erforderlich. Das komplette Programm und Anmeldung unter www.dachser.com/karrieretag.

Quelle: www.dachser.com

25.10.2010: Strategische Investitionen in Italien

Die italienische Handelskammer informiert am 26. November ab 15 Uhr im Portiasaal der Hypovereinsbank in München über Güterverkehrszentren in Italien.

Im Fokus der Veranstaltung steht Alessandro Ricci, Präsident der Unioni Interporti Riuniti, mit dem Vortrag "Stategische Standorte für Investitionen". Als Vertreter der italienischen Güterverkehrszentren präsentiert er im Auftrag der italienischen Förderagentur Invitalia potenziellen deutschen Investoren einen aktuellen Projektüberblick. Die Veranstaltung soll eine Plattform für Kooperationsgespräch sein und richtet sich an deutsche Unternehmen der Logistik- und Speditionsbranche, Unternehmen im Bereich des Schienen- und intermodalen Verkehrs, deutsche Industrieunternehmen mit Interesse an Direktvertrieb nach Italien sowie Investmentfonds und Finanzinstitute. Information und Anmeldung bei: Italienische Handelskammer München, Frau Annalisa Evangesista, Telefon 089-96166171 oder per E-Mail.

13.10.2010: Erfolgreiche Delegationsreise nach Triest

Mit einer hochrangigen 40-köpfigen Wirtschaftsdelegation unter Schirmherrschaft von Bayerns Wirtschaftsstaatssekretärin Katja Hessel hat LOGinS vom 6. bis 8. Oktober den Wirtschaftsraum Schwaben und das GVZ Region Augsburg auf einer Delegationsreise nach Triest repräsentiert.

Italien rangiert auf Platz zwei der europäischen Handelspartner Bayerns. Die bayerischen Unternehmen sind in Italien stark vertreten. Rund 4 600 bayerische, vor allem mittelständische Firmen pflegen Geschäftsbeziehungen zu Italien, fast 420 von ihnen sind vor Ort mit Niederlassungen vertreten. Für einen intensiven Austausch der Wirtschaftsregionen Triest und Bayern informierte sich eine Delegation von Wirtschaftsvertretern über die Häfen Triest und Monfalcone und führte Gespräche mit Luca Ciriani (Vizepräsident der Provinz Friaul-Julisch-Venetien), Riccardo Riccardi (Verkehrsminister) und Sandra (Regionalministerin für Wirtschaft und Finanzen). „Aus Sicht von LOGinS präsentierten sich Triest und die Region Friaul Julisch Venetien in bestem Licht“, bestätigt Stefan Blaas, Delegierter der Initiative LOGinS und des GVZ Region Augsburg. „Kapazitätsreserven und ambitionierte Ausbaupläne der Region können die bestehenden Verkehre nach München und Ulm künftig weiter steigern. Damit gewinnt auch Augsburg als Umschlagsplatz künftig mit seinen Terminalkapazitäten und als bahnbetrieblicher Knotenpunkt an Bedeutung.“

„Durch den Austausch mit Regierungsvertretern aus der Region, den Besuch der Häfen vor Ort sowie des Güterverkehrszentrums Interporto Alpe Adria und des intermodalen Terminals Triest-Fernetti stärken wir die bilateralen Kooperationen der bayerischen Logistikbranche mit den Logistikeinrichtungen vor Ort“, fasste Hessel die Reise zusammen und betonte: „Insbesondere die norditalienische Hafenstadt Triest ist für Bayern von strategischer Bedeutung. Waren, die nach Asien oder Australien verschifft werden, müssen nicht erst über Rotterdam ins Mittelmeer gebracht werden, um von dort über den Suezkanal in Richtung Indien und China transportiert zu werden. Triest bietet erhebliche Einsparmöglichkeiten und somit Wettbewerbsvorteile für bayerische Waren und Dienstleistungen.“ Hier spielt Augsburg zukünftig eine größere Rolle, denn im Güterverkehrszentrum entsteht ein derzeit ein für Züge und LKW zugängliches Terminal des kombinierten Verkehrs mit angegliedertem Containerdepot, das mit den Verkehrsströmen aus Südostasien über die Adriahäfen wachsen kann.

Geplante Investitionsmaßnahmen von insgesamt rund 300 Millionen Euro sowie die angestrebte engere Zusammenarbeit mit dem benachbarten Hafen Monfalcone bieten auch für die bayerische Logistikbranche interessante Geschäftsmöglichkeiten. „Die Verbesserung der Bahnverbindungen zu den Südhäfen ist seit langem Ziel der bayerischen Verkehrspolitik. Das Potenzial ist bei weitem noch nicht ausgeschöpft – hier müssen wir dran bleiben“, so Hessel. Die Initiative LOGinS plant die nächsten konkreten Schritte noch vor der transport logistic 2011, so dass die Branchenleitmesse für einen Ausbau der Geschäftsbeziehungen genutzt werden kann. (gb/Interview / Pressemitteilung)

Impressionen:

  

  (Bildrechte: LOGinS)

12.10.2010: Mehr Logistik an der Hochschule Augsburg

Die Fakultät für Wirtschaft an der Hochschule Augsburg baut ihre Logistikkompetenz mit einer weiteren Professur aus. Seit Oktober ergänzt Prof. Dr. Michael Krupp mit dem Schwerpunkt Logistik und Supply Chain Management das Fachgebiet Organisation und Logistik von Professor Dr. Peter Richard.

In allen Branchen verbindet die Logistik als Querschnittsfunktion Wert-schöpfungsstufen im oder zwischen Unternehmen. Statt wie bisher als Abteilung optimiert sie heute als Managementsystem abteilungs- oder unternehmensübergreifend ganze Geschäftsprozesse. Diesem Trend folgt die Hochschule Augsburg und besetzte eine neue Professur für Allgmeine Betriebswirtschaft mit Schwerpunkt Logistik und Fokus auf Supply Chain Management mit Professor Dr. Michael Krupp.

Er studierte Sozialwissenschaften und Betriebswirtschaftslehre an den Universitäten Erlangen-Nürnberg und Sevilla sowie an der FernUniversität Hagen und startete 2002 seine Karriere in der Fraunhofer-Arbeitsgruppe für Supply Chain Services (SCS). In dieser Zeit schloss er am Lehrstuhl für Logistik in Nürnberg seine Dissertationsschrift zum Thema »Kooperatives Ver-halten auf der sozialen Ebene einer Supply Chain« ab. Zuletzt leitete er im SCS die Gruppe »Service Engineering« und das Lab »Geschäftsmodellentwicklung«. Im internationalen „Galileo Masters“ werden er und sein Team am 18. Oktober in München mit dem dritten Platz für eine neue Dienstleistung zur satellitengestützten Baustellenlogistik ausgezeichnet.

Diese hohe Affinität zur Technologie und seine praktische Erfahrung mit Prozessgestaltung bringt er in seine Lehrtätigkeit ein, zukünftig eventuell auch fakultätsübergreifend mit den Studiengängen Elektronik oder Maschinenbau. Zudem möchte er sich bei Unternehmen und Organisationen für Kooperationen und Fördermittel einsetzen, damit an der Hochschule praxisnahe Projekte entstehen. „Aus meiner Zeit am Fraunhofer bin ich die Nähe zur Praxis gewohnt und möchte das auch an der Hochschule Augsburg weiter so halten“, betont Krupp. „In den nächsten Monaten gehe ich deshalb mit der heimischen Wirtschaft auf Tuchfühlung und stelle mich und meine Ideen für die Arbeit an der Hochschule Augsburg vor.“

11.10.2010: Veranstaltungshinweis: 9. Ulmer Logistik Meeting

Die Hochschule Neu Ulm diskutiert zum Thema „RFID – nach dem Hype ist vor der Produktivität" am 16. November ab 14:30 Uhr mit Vertretern aus Wirtschaft und Wissenschaft den Stand der Technik, die Einsatzgebiete und aktuelle Entwicklungen.

Vertreter der Ulmer Unternehmen AEG Identifikationssysteme GmbH, T-Systems GEI GmbH, Scherr+Klimke AG, IWL AG sowie der Daimler AG aus Böblingen zeigen, wie sie RFID derzeit einsetzen und davon profitieren. Das Institut für Betriebsorganisation und Logistik (HS Ulm) organisiert das Ulmer Logistik Meeting (U.L.M.) in Kooperation mit dem Kompetenzzentrum Logistik (HS Ulm) und der BVL Regionalgruppe Allgäu-Bodensee, die die Veranstaltung gleichzeitig als Regionalgruppentreffen nutzt. Das Ulmer Logistik Meeting ist kostenfrei. Veranstaltungsort Hochschule Neu-Ulm, Wileystraße 1, 89231 Neu Ulm. Weitere Informationen und Anmeldung hier oder per E-Mail bei Sebastian Rosemeier, Kompetenzzentrum Logistics, Telefon +49(0)731-9762-1447. 

08.10.2010: Verkehrsfreigabe: Ministerpräsident Seehofer im GVZ Region Augsburg

Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer hat das GVZ Region Augsburg für den Verkehr freigegeben. Mit der Südanbindung an die vierspurig ausgebaute Bundesstraße B2 / B17 ist das bereits zu 42 Prozent vermarktete Güterverkehrszentrum für den Straßenverkehr voll erschlossen.

Die Planfeststellung für das bimodale Terminal startet bis Jahresende.
„Augsburg gehört zu den Top-Logistikzentren der Region“, betonte Ministerpräsident Horst Seehofer in seinem Grußwort zur feierlichen Verkehrsfreigabe des 112 Hektar großen Areals am 7. Oktober. Er bezeichnete das gemeinsame Projekt der drei Städte Augsburg, Gersthofen und Neusäß als Vorbild für interkommunale Zusammenarbeit. „Mit dem Güterverkehrszentrum erhält Schwaben an der West-Ost Achse Europas zwischen Paris und Budapest eine optimale Güterdrehscheibe“, erklärt Seehofer die europäische Bedeutung des Infrastrukturknotenpunkts. „Zugleich verbessert ein gut ausgebautes Netz an Verkehrszentren die Leistungsfähigkeit des Güterverkehrs in Bayern und entlastet, vor allem durch intensivere Nutzung der Bahn, unsere Straßen und die Umwelt.“

Wolfgang Müller, Geschäftsführer der Deutsche Umschlaggesellschaft Schiene - Straße (DUSS) mbH bestätigte als Partner der TIA Terminalinvestitionsgesellschaft mbH die Finanzierungszusage vom Eisenbahnbundesamt für das mit einem Investitionsvolumen von 20 Millionen Euro geplante bimodale Terminal. Bis Ende des Jahres wird die Planfeststellung für den ersten Bauabschnitt mit zwei Umschlaggleisen eingereicht. Für 2015 ist ein Güteraufkommen von 1,43 Millionen Tonnen pro Jahr prognostiziert. In der Endausbaustufe verlagert das Terminal mit vier Umschlaggleisen voraussichtlich rund 100.000 LKW von der Straße auf die Schiene.

„Mit dem Güterverkehrszentrum haben wir interkommunal ein herausragendes wirtschaftliches Projekt auf den Weg gebracht“, betont Dr. Kurt Gribl, Vorsitzender des Planungsverbandes und Oberbürgermeister der Stadt Augsburg. „Diese zukunftsweisende Weichenstellung macht die Logistik im Wirtschaftsraum Augsburg zum zentralen Standortfaktor. Umso mehr, als in absehbarer Zeit wohl auch das neue KV-Terminal als Herzstück des GVZ gebaut werden kann. Diese Entwicklung ist großartig.“ Seit dem Spatenstich im September 2007 sind von 61 Hektar Nutzfläche auf 112 Hektar Bruttofläche - mit einem überdurchschnittlichen Grünanteil von 35 Prozent - bereits 42 Prozent vermarktet. Logistikimmobilien von GKM Hörnlein, der Hermes Logistik Gruppe für Expressdienste und der Honold Logistik Gruppe sind in Betrieb. Größter Investor ist der Immobilienentwickler Prologis, der auf einer Fläche von 93.000 m2 einen Logistikpark mit Hallenflächen für Logistikdienstleister und Serviceanbieter betreibt. Mercedes Benz errichtet auf 45.000 m2 ein modernes Nutzfahrzeuge-Center und als jüngster Investor bezieht der Containerlogistiker Kloiber in unmittelbarer Nähe zum Terminal Position. (Quelle: gb/Pressemitteilung GVZ)

24.09.2010: Veranstaltungshinweis: Intermodal über die Alpen

Die Veranstaltung "Intermodal über die Alpen" am 26. Oktober 2010 in Stuttgart präsentiert Themen und Zielsetzung der vom 22. bis 24. November geplanten Delegationsreise zu den Ligurischen Mittelmeerhäfen Genua, Savona und La Spezia.

Mit dem langfristigen Ziel regelmäßige Verkehrsströme über die Südhäfen und Bahnverkehre durch die Alpen zu fördern, lädt die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart (WRS), das KLOK Kooperationszentrum Logistik e. V. und der Regionalverband Donau-Iller (RVDI) interessierte Unternehmer zu einer Informationsveranstaltung ein. Auf der Agenda stehen ab 14 Uhr Präsentationen zum Interreg IVB Projekt "Transitects - Transalpine Transport Architects", zum neuen Intercontainer-Shuttle vom Containerbahnhof Ulm nach Melzo und zur geplanten Delegationsreise. Weitere Informationen bei Ingrid Eibner, KLOK Kooperationszentrum Logistik e. V., Telefon: 07154-827 405 oder eibner@klok-ev.de sowie unter www.klok-ev.de.

22.09.2010: Bombardier testet PRI-MOVE-System in Augsburg

Die Teststrecke für kontaktlose Stromübertragung ist in Augsburg. Bombardier hat die Absichtserklärung des Bundesministeriums, das Projekt mit Fördermitteln in Höhe von etwa 2,3 Millionen zu unterstützen, auf der Innotrans in Berlin entgegengenommen.

Das so genannte PRI-MOVE-System überträgt die Energie mittels eines elektromagnetischen Feldes. Unterirdische Induktionsschleifen zwischen den Schienen erzeugen ein magnetisches Feld unter dem Tram-Fahrzeug. Eine Spule am Fahrzeugboden wandelt dieses Magnetfeld wieder in elektrischen Strom um, der die Motoren der Tram antreibt. Dadurch könnten teure Oberleitungen künftig ersetzt werden. Ramsauer: „Mit der Erprobung des PRI MOVE-Systems zeigt die Bahnindustrie, dass sie neben modernen Antriebstechnologien auch die Erforschung kostengünstiger Fahrwege in den Mittelpunkt stellt.“ (Quelle: Pressemitteilung: Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung/gb)

16.09.2010: Gesucht: Ein Slogan für die Logistik

Der Wirtschaftsbereich Logistik weiß, was er kann – und welch starken Beitrag er für die Gesamtwirtschaft leistet. Die Logistik ist mit ihren 2,7 Millionen Beschäftigten und einem Umsatz von gut 200 Milliarden Euro im Jahr einer der größten Wirtschaftsbereiche Deutschlands. Sie macht internationalen Handel und die Globalisierung wirtschaftlicher Netzwerke erst möglich. Die Logistik in Deutschland ist innovativ und technologisch auf einem hervorragenden Stand, sei es in der Industrie, im Handel oder in den Logistikdienstleistungen. Sie ist ein Motor des Arbeitsmarktes.

Wie kann dies alles kurz und griffig der Öffentlichkeit vermittelt werden? Die Bundesvereinigung Logistik sucht für den jährlichen "Tag der Logistik" einen prägnanten Slogan. Er sollte einen positiven Tenor haben, markant, provokant oder amüsant sein, dem Leser oder Hörer nicht so schnell wieder aus dem Kopf gehen – und dabei mit möglichst wenigen Wörtern auskommen.

Die Bundesvereinigung Logistik (BVL) e.V. schreibt dazu einen Wettbewerb aus für den Logistikslogan 2011. Wer stellt sich der kreativen Herausforderung und reicht seinen Vorschlag bis zum 15. November 2011 ein? Hier die Details:

Der ausgewählte Slogan wird von der BVL verbreitet und soll die Imagebildung des Wirtschaftsbereichs Logistik unterstützen. Logistikunternehmen und -organisationen werden eingeladen, den Slogan ebenfalls zu verwenden.

Der Sieger wird am Tag der Logistik am 14. April 2011 der Öffentlichkeit vorgestellt, im Rahmen des 28. Deutschen Logistik-Kongresses vom 19. – 21. Oktober 2011 in Berlin geehrt und kann kostenfrei am 28. Deutschen Logistik-Kongress teilnehmen.

Die Teilnahme ist möglich per Teilnahmebogen während des 27. Deutschen Logistik-Kongresses am Stand des Tages der Logistik oder per Mail an slogan@bvl.de unter Angabe des Namens und der vollständigen Adresse des Einreichers. Teilnehmen können ausschließlich natürliche Personen. Mitarbeiter der BVL-Geschäftsstelle und des BVL Campus sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Die Rechte an dem von der Jury ausgezeichneten Slogan gehen auf die BVL über.

Die Jury ist besetzt mit zehn fachkundigen Teilnehmern des BVL-Workshops „Image der Logistik“, der 2009/2010 einen Maßnahmenkatalog zur Förderung des Logistik-Images erarbeitet hat. Juryvorsitzende ist Frauke Heistermann, Vorstandsmitglied der BVL.

Rückfragen an: Ulrike Grünrock-Kern, Bundesvereinigung Logistik e. V.; Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Tel.: 0421 173 84 21; Mail: gruenrock-kern@bvl.de; www.bvl.de. Weitere Informationen: www.bvl.de/dlk

27.08.2010: Schwaben ist direkt am Deich: IHK Nord und IHK Schwaben informieren über maritime Wirtschaft

Maritime Wirtschaft ist keine Exklusivangelegenheit der Küsten. 70 Prozent der Wertschöpfung findet in der Zuliefererindustrie statt und diese sitzt zum großen Teil im Süden. Die Zusammenhänge verdeutlichte eine Roadshow der IHK Nord auf Einladung der IHK Schwaben unter dem Titel „Die nationale Bedeutung der Maritimen Wirtschaft“.

"Für einen Produktionsstandort wie Bayerisch-Schwaben ist die Anbindung an den internationalen Verkehr und damit der Zugang zu den großen Seehäfen von elementarer Bedeutung“, eröffnete Andreas Kopton die Veranstaltung am 24. August im Jakob Fuggersaal der IHK Schwaben. "Manch einer wird sich gewundert haben, warum die Veranstaltung Maritime Wirtschaft den Hafen Augsburg ansteuert", griff Jochen Homann, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie den Aspekt auf und erklärte: "Weil Schifffahrt und Meerestechnik nicht nur in Küstennähe stattfindet." Dass dieser Bereich von nationaler Bedeutung ist, zeigte das Impulsreferat von Frank Hoch, dem Vorsitzenden der IHK Nord, die als Zusammenschluss von 13 nordeutschen Industrie- und Handelskammern die Roadshow organisierte. Nach seinen Angaben beschäftigt dieser Bereich bundesweit rund 400.000 Mitarbeiter und erwirtschaftet ein Umsatzvolumen von etwa 64 Millionen Euro. Die Stärken liegen vor allem in der Innovationskraft, die den Schiffsbau aus der Krise bringen kann. Ansätze dafür sieht er im Spezialsschiffbau, denn im Massengeschäft haben Länder wie Korea den Markt besetzt. Aktuell sollen rund 180 Forschungsprojekte, die sich unter anderem mit Informations- und Kommunikationstechnologie für intelligente Schiffe oder ressourcenschonender Technologie befassen, langfristig die Technologieführerschaft und einen Nischenplatz am Weltmarkt sicher stellen, damit sich der deutsche Marktanteil von weltweit derzeit drei Prozent verdoppelt.

Politik und Wirtschaft sind sich einig

Wie sich Bund und Länder für die Rolle der maritimen Wirtschaft einsetzen, diskutierte eine Runde auf dem Podium unter Leitung von Prof. Dr. Hans-Jörg Schmidt-Trenz, dem Hauptgeschäftsführer der Handelskammer Hamburg. Mit von der Partie: Ulf Zumkley, Leiter des Referats Maritime Wirtschaft im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, Joost de Jager, Minister für Wissenschaft, Wirtschaft und Verkehr des Landes Schleswig-Holstein, Sokrates Tolgos, Head of Sales Cruise & Ferry bei MAN Diesel & Turbo SE sowie der europäische Logistikleiter Bernd Schmidt als Vertreter des Papierherstellers UPM Kymmene. Alle waren der Meinung, dass Häfen für ein außenhandelsorientiertes Land das Tor zur Welt sind und der Seeweg eine kosteneffiziente Art des Transports. Doch auf den Weltmeeren sind derzeit lediglich 3.500 Schiffe unter deutscher Flagge unterwegs, die rund zehn Prozent der Welttonnage übernehmen. Dafür ist bei der Hälfte der weltweiten Flotte ein MAN Antrieb eingebaut. Deutschland ist Weltmarktführer und Innovationstreiber in der Zuliefererindustrie. Um diesen „Wachstumsmotor auf Höchstleistung zu bringen“, wie Horch im Impulsreferat forderte, gab Moderator Schmidt-Trenz der Diskussion zwei Dimensionen: Die industriellen und die logistischen Ressourcen Deutschlands. Zu den industriellen Ressourcen zählt die MAN, die mit ihren Antrieben weltweit die überwiegende Mehrzahl der Schiffe ausstattet. Tolgos unterstreicht, dass das Unternehmen enge Beziehungen mit Reedereien und Werften pflegt. Und das steht bei vielen süddeutschen Unternehmen nicht gerade auf der Tagesordnung. Doch nach Meinung von Zumkley ist die Wahrnehmung der Maritimen Wirtschaft weiter als zu Kanzler Kohls Zeiten, der eine Werft angeblich nicht von einer Reederei unterscheiden konnte. Trotzdem unterstreicht er, dass das Image noch zu sehr mit dem Untergangsszenario der Werften verknüpft wird. Zu diesem Punkt forderte de Jager eine verstärkte Lobbyarbeit auf Bundesebene, damit die Maritime Wirtschaft in der politischen Arbeit der Bundesregierung langfristig den gleichen Stellenwert wie zum Beispiel die Luft- und Raumfahrt bekommt.

Leistungsfähige Infrastruktur ausbauen

Vom logistischen Standpunkt aus betrachtet, verdeutlichte Schmidt von UPM Kymmene, die Bedeutung der Maritimen Wirtschaft aus Sicht eines Papierherstellers, der jährlich 11 Millionen Tonnen in und aus aller Welt transportiert. Sein Eingangshafen ist Emden und als Ausgangshafen nutzt er Rostock. Die Probleme sieht er im Hinterlandverkehr. Bauen Logistikpartner wie DB Schenker oder Reedereien in Krisenzeiten Kapazitäten ab, lassen sich diese nicht so schnell wie notwendig wieder aufbauen. Zudem klagte er, dass Containerterminals vor allem das in Augsburg-Oberhausen überlastet seien und forderte die Prioritäten auf einen schnellen Ausbau der Infrastruktur zu legen. Diesen Punkt unterstützte im Publikum auch Landtagsmitglied Eberhard Rotter, der bei der exportorientierten Leistungskraft von Bayerisch-Schwaben auf die Notwendigkeit leistungsfähiger Schienenanbindung nicht nur zu den norddeutschen sondern auch zu den nur 570 Kilometer entfernten Südhäfen wie Triest hinwies. „Verkehrsadern sind die Lebensadern unserer Wirtschaft. Bei der Infrastruktur darf nicht gespart werden“, warnt er. Moderator Schmidt-Trenz fordert dafür den Schulterschluss auf Bundesebene, denn bleibt es Aufgabe einzelner Bundesländer sieht er den Wettbewerb gefährdet. Auch nach de Jager müssen sich alle Länder für nationale Schlüsselverkehrsprojekte einsetzen und zusammenschließen. Schmidt von UPM unterstrich, wie wichtig es ist, die Wahrnehmung in der Bevölkerung zu schärfen. Denn die ein Exportweltmeister ist gleichzeitig auch ein Transportweltmeister. Hier wirke sich eine Streckensperrung wie in Dinkelsbühl seiner Ansicht nach negativ auf das Image des Logistikstandortes Schwaben aus. Doch was ist zu tun, stellt Schmidt-Trenz die Frage, damit die maritime Wirtschaft im Bewußtsein der Bevölkerung und der Politiker verankert ist? Die vier klaren Vorschläge von den Diskussionsteilnehmern waren: Das Thema muss präsent sein, damit es seinen Weg von den unteren politischen Gremien nach oben findet. Dabei sollen der Roadshow weitere medienwirksame Veranstaltungen folgen, die den Politikern helfen Projekte voranzutreiben. Doch auch die Wirtschaft soll sich stärker selbst organisieren, damit Projekte auf Bundesebene wie die Maritime Konferenz fortgesetzt werden und nicht zuletzt soll die Jugend und der Nachwuchs an Schulen und Universitäten für dieses Thema begeistert werden. Als Vorsitzender der IHK Nord verdeutlichte Frank Horch abschließend mit acht Kernforderungen unter anderem zu den Themen maritimer Klimaschutz, Hafenanbindung oder Zusammenarbeit in Transportketten, wie die tragende Rolle der maritimen Wirtschaft weiter ausgebaut werden kann.

Die IHK Nord ist ein Zusammenschluss von 13 norddeutschen Industrie- und Handelskammern aus Niedersachsen, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein. Sie vertreten mehr als 600.000 Unternehmen in Norddeutschland und stützen sich auf rund 20.000 ehrenamtlich engagierte Unternehmerinnen und Unternehmer. Arbeitsschwerpunkte sind die Hafenwirtschaft, die maritime Technologie, die Verkehrsinfrastruktur, die Tourismuswirtschaft und die Industrie. Das Magazin mit ausführlichen Informationen zur „Nationalen Bedeutung der Maritimen Wirtschaft“ steht unter www.ihk-nord.de zum Download bereit.

(Autorin: Gisela Blaas)

27.08.2010: GVZ Augsburg: Kloiber investiert in Containerlogistikanlage

Fernab von jedem Hafen stapeln sich ab 2011 Überseecontainer im GVZ Region Augsburg. Das mittelständische Logistikunternehmen Kloiber GmbH mit Sitz in Petershausen und München-Riem reichte die Baupläne für eine Containerlogistikanlage ein. Die Fläche von 40.000 m2 liegt direkt an der A8 und grenzt an das geplante Umschlagterminal für kombinierten Verkehr. 

Rund zehn Millionen Euro investiert das im Landkreis Dachau ansässige Familienunternehmen Kloiber in eine Logistikanlage für den Umschlag im kombinierten Verkehr, die mit einem ersten Teil bereits 2011 in Betrieb geht. Als einer der führenden Containerlogistiker Bayerns bezieht das Unternehmen in unmittelbarer Nachbarschaft zum geplanten Terminal für kombinierten Verkehr im GVZ Region Augsburg Position. Reedereien und Schienenoperateure profitieren zukünftig im Schnittpunkt wichtiger Verkehrsverbindungen von einem Containerdepot mit allen Zusatzleistungen für Be- und Entladung, Lagerung, Reparatur, Wäsche und Trucking inklusive öffentlicher Betriebstankstelle. „Als wichtiger Baustein ressourcenschonender Transportkonzepte wird der kombinierte Verkehr und damit der Bedarf an Containerlogistik in den kommenden Jahren zunehmen“, prognostiziert Geschäftsführer Ferdinand Kloiber. „Auf unserer Suche nach strategisch günstigen Standorten im Hinterlandverkehr der Seehäfen hat uns Augsburg vor allem mit seinem maritimen Potenzial an Ladung und der starken Wirtschaftskraft überzeugt.“ Mitte der achtziger Jahre ist das 1934 gegründete Transportunternehmen in die Containerlogistik eingestiegen und übernimmt derzeit mit rund 100 eigenen Fahrzeugen und 20 Subunternehmern Vor- und Nachläufe vom Containerbahnhof München-Riem, Nürnberg-Hafen und Ulm. Kloiber führt direkte Straßentruckings zu den Nord-, Süd- und Westhäfen durch und bedient auch die Binnenhäfen Deggendorf, Regensburg und Kelheim. Dabei übernimmt das Unternehmen im kombinierten Verkehr vom Container über Wechselbrücken bis hin zu Trailer und Tanks alle Arten von Ladeeinheiten. Zusatzdienste wie Depothaltung, Reinigung und Reparatur oder Lagerung von Ladeeinheiten sowie die gesamte Auftragsabwicklung mit transportrelevanten Papieren, Verzollung und Avis beim Kunden ergänzen das Angebot. (Quelle: Pressemitteilung GVZ Augsburg/gb)

24.08.2010: Veranstaltungshinweis: Maritime Wirtschaft

Wie kann Süddeutschland von der maritimen Wirtschaft profitieren? Informationen dazu liefert die Veranstaltung „Maritime Wirtschaft“ am 24. August 2010 um 11 Uhr im Jakob-Fugger-Saal der IHK Schwaben. In Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft Norddeutscher Industrie- und Handelskammern e. V. (IHK Nord) informiert die IHK Schwaben über das Potenzial und die Rahmenbedingungen der maritimen Wirtschaft für den süddeutschen Wirtschaftsraum. Als Referenten und Teilnehmer einer Podiumsdiskussion beteiligen sich unter anderen: Jost de Jager, Minister für Wissenschaft, Wirtschaft und Verkehr des Landes Schleswig-Holstein, Jochen Horman Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, Sokrates Tolgos, MAN Diesel & Turbo SE und Bernd Schmidt, UPM Kymmene Sales GmbH. Weitere Informationen finden Sie hier.

20.07.2010: Partner für Delegationsreise nach Triest gesucht

"Bayern – Italia, Schwaben - Trieste", unter dem Dach der Initiative Logistik in Schwaben, kurz „LOGinS“, soll eine Delegationsreise nach Triest unseren Raum als Logistikstandort bekannt machen. Auf Einladung der Bayerischen Staatsekretärin für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie, Frau Katja Hessel, nimmt Stefan Blaas, Geschäftsführer der Süddeutschen Consultants GbR als Interessensvertreter der Logistikbranche in Schwaben an der Reise vom 6. bis 8. Oktober teil. Unternehmen und Organisationen aus Schwaben, die sich wie das GVZ Region Augsburg unter dem Dach der Initiative LOGinS vertreten lassen möchten, können sich bei Interesse unter 0821-3199316 melden.

20.07.2010: Mercedes Benz investiert im GVZ Region Augsburg

Mit dem Verkauf von 45.000 Quadratmetern Fläche an die Mercedes-Benz Grundstücksverwaltungsgesellschaft erreicht das GVZ Region Augsburg einen aktuellen Vermarktungsstand von 42 Prozent. Direkt an der Autobahn A 8 entsteht, ab dem Spatenstich im August, eines der deutschlandweit modernsten Nutzfahrzeug-Center für Transporter, LKW und Busse. Bis Spätsommer 2011 errichtet die Augsburger Mercedes-Benz Niederlassung im Güterverkehrszentrum der Städte Augsburg, Gersthofen und Neusäß das modernste Nutzfahrzeug-Center in Deutschland. Der geplante Neubau mit rund 100 Arbeitsplätzen für den Verkauf und die Instandhaltung von Nutzfahrzeugen beherbergt als besonderen Kundenservice auch ein Trucker-Restaurant. Es ist das erste Hotel- und Gastronomieangebot im GVZ. „Die Entscheidung für den Standort fiel insbesondere aufgrund der hervorragenden Infrastruktur- und Verkehrsanbindung an die A 8 wie auch im Süden mit dem neuen Anschluss an die B 17,“ kommentiert Niederlassungsleiter Helmut Kaftan die Standortentscheidung.

Der für die Flächenvermarktung zuständige Geschäftsführer der GVZ-Entwicklungsmaßnahmen GmbH, Kurt Forner, sieht in der Ansiedlung ein großes Plus für die Qualität des Standortes: „Direkt an der Schnittstelle von Schiene und Straße etablieren wir das Güterverkehrszentrum als wichtige Drehscheibe für den regionalen, überregionalen und internationalen Güterverkehr. Ein wichtiger Standortfaktor ist dabei ein guter Mix an Transport-, Logistik-, Immobilien- und Serviceangeboten. Das Mercedes-Benz Nutzfahrzeug-Center setzt hier neue Impulse.“

Die Bruttofläche des Güterverkehrszentrums umfasst 112 Hektar. Davon sind 61 Hektar Nutzfläche für Unternehmen, die seit dem Spatenstich im September 2007 zu 42 Prozent vermarktet ist. Zu den ersten Investoren zählte die ProLogis Germany Management GmbH (93 000 Quadratmetern Grundstücksfläche mit 50 000 Quadratmeter Lager- und Servicefläche zur Vermietung). Es folgten die Logistik GKM Objekt A GmbH (25 000 Quadratmeter Grundstücksfläche, 12 500 Quadratmeter Halle), Hermes Logistikgruppe (10 000 Quadratmeter Fläche, 7500 Quadratmeter Halle) und Honold Logistikgruppe (42 300 Quadratmeter Fläche, derzeit 8500 Quadratmeter Halle). Weitere zehn Hektar Fläche sind für das bimodale Terminal reserviert, das voraussichtlich 2011 in die Bauphase geht.

13.07.2010: BAG veröffentlicht Marktbeobachtung Güterverkehr

Das Bundesamt für Güterverkehr (BAG) hat die verkehrsträgerübergreifende Marktbeobachtung veröffentlicht. Download unter www.bag.bund.de. Der Jahresbericht 2009 zeigt, dass die wirtschaftliche Rezession im Jahr 2009 zu einem außergewöhnlich hohen Rückgang der Verkehrsnachfrage in Deutschland geführt hat. Im Vergleich zum Jahr 2008 verringerte sich die im Straßen-, Schienen- und Binnenschiffsgüterverkehr beförderte Gütermenge insgesamt um 10,9 %, die Verkehrsleistung um 11,2 %. Sowohl der Binnenverkehr als auch der grenzüberschreitende Verkehr zeigten sich von der rückläufigen Industrieproduktion und der geringeren Handelstätigkeit stark betroffen. Während die Schiene und die Wasserstraße überproportionale Mengen- und Leistungsrückgänge verzeichneten, behauptete sich die Straße besser als der Gesamtmarkt und konnte ihren Anteil am Modal Split im Jahr 2009 ausbauen. Erste verkehrswirtschaftliche Indikatoren deuten auf eine Verbesserung der Güterverkehrskonjunktur im Jahr 2010 hin.

15.06.2010: Veranstaltungshinweis: Kooperationsforum Cluster Logistik in Augsburg

Das Cluster Logistik, eine Initiative der Bayern Innovativ, veranstaltet am 20. Juli 2010 in Kooperation mit dem GVZ Region Augsburg und der IHK Schwaben das Kooperationsforum „Logistikstandorte in Bayern – attraktiv und nachhaltig“. Das Programm beleuchtet ausgewählte Standortfaktoren aus Investorensicht und beginnt mit einer Führung durch das GVZ Region Augsburg und einem Werksbesuch bei MAN Diesel & Turbo SE. Ab 13:30 Uhr stehen nach Grußworten, u. a. von Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl , Vorträge zu den Themen Attraktivität und Nachhaltigkeit von Logistikstandorten aus Sicht von Investoren auf dem Programm. Unter anderem referieren Vertreter vom Fraunhofer Institut, Prologis, Hafen Nürnberg-Roth und Honold. Weitere Informationen unter http://bayern-innovativ.de/logistikstandort2010/programm (Quelle: Programm Bayern Innovativ/gb)

11.06.2010: DVZ Forum "Green Logistics": Verlader fordern klimaschonende Transporte und Distribution

Ökonomie und Ökologie – ein Zielkonflikt? Mit dem Blick auf das Gemeinwohl und nachfolgende Generationen lenkt der Staat das Logistikgewerbe durch Auflagen. Verlader schreiben sich Ressourceneffizienz und Umweltbewußtsein auf die Fahne. Das DVZ-Forum „Green Logistics“ am 8. Juni in Hamburg zeigte, wie Logistikdienstleister sich im Spannungsfeld Ökonomie und Ökologie bewegen. Laut anerkannten Studien soll der CO2 Ausstoß im Güterverkehr bis 2050 um 30 Prozent gegenüber 1990 steigen. Heute gilt es, diese Entwicklung mit sinnvollen Maßnahmen aufzuhalten. Dr. Nikolaus Fries von Tim Consult aus Mannheim eröffnete das Forum mit der provokanten Frage, wer die Verlierer in diesem Spiel sein können. Denn die notwendigen Investitionen in Umwelt und Klimaschutz verteuern Transport und Logistik. Und nach wie vor zählt bei der Auswahl von Logistikdienstleistern vor allem der Preis, gefolgt von Faktoren wie Pünktlichkeit, Schadenrate, Flexibilität und Laufzeit. Zahlungsbereitschaft für „grüne Logistik“ zeigt sich bisher nach seinen Angaben am ehesten bei endkundennahen Produkten. Handlungsfelder und Rahmenbedingungen Im Spannungsfeld zwischen Ökologie und Ökonomie gibt es Erwartungen an die Politik. Katherina Reiche, parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit in Berlin, sieht die Aufgabe darin einem klugen Rahmen zu stecken, der wirtschaftliche und ökologische Ansprüche an sinnvollen Stellen voneinander trennt und die langfristigen Umweltziele unterstützt. Sie plädiert für harmonisierte Regelungen zur Luftreinhaltung, treibt Forschungs- und Förderprogramme für die schnelle Einführung emissionsarmer Fahrzeuge voran und hofft auf die pünktliche Einführung der Euro 6 Norm. Letzteres stößt in der Praxis auf großen Widerstand. Das greift Heiner Rogge, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Speditions- und Logistikverbandes (DSLV) auf. Eine Studie in Kooperation mit der FH Heilbronn zeigt warum. Bereits 56 Prozent der rund 100 befragten Unternehmen haben ihren Fuhrpark komplett auf Euro 5 umgestellt. Diese Investition amortisiert sich in frühestens fünf Jahren. Insgesamt geht es der Studie jedoch darum zu klären, was die Branche unter dem Begriff „Grüne Logistik“ versteht. Zentrale Erkenntnis: 92 Prozent setzen auf die Bündelung von Transportströmen und 77 Prozent auf den Einsatz von Modal Split oder neuen Techniken. Der Treiber dafür ist die Verantwortung für nachfolgende Generationen. Als Handlungsfelder benennt die Studie die Technik im Fuhrpark und in Gebäuden, die Logistik, in der moderne Telematiktechnologien aber auch Standortentscheidungen und intelligente Bündelung der Güterströme eine Rolle spielen sowie die Verlagerung von Verkehren auf alternative Verkehrsträger, neue Antriebstechnologien und nicht zuletzt Kompetenzaufbau zum Beispiel durch Fahrertraining. Ökologische Ineffizienzen ergeben sich aktuell hauptsächlich aufgrund von Stau, Be- und Endladezeiten an den Rampen und dem Mangel an alternativen Verkehrsträgern. Auf dieser Basis resümiert Rogge fünf zentrale Forderungen. Für die CO2 Messung fordert er einheitliche Standards. Belastet werden sollen die Verursacher. Für klimaschonende Konzepte müssen alle Verkehrsträger einbezogen werden. Dabei sollen Verlagerungspotenziale realistisch eingeschätzt und die Infrastrukturen entsprechend ausgebaut werden. Doch über allem schwebt für ihn die Frage: Was brauchen wir wirklich? Geht es auch langsamer? Denn letztendlich soll eine vernünftig geplante Logistik kurzfristige und schnelle Aktionen zu Lasten der Umwelt überflüssig machen. Engagement für nachhaltige Strategien Mit dem ECO Performance Award stellt Professor Wolfgang Stölzle von der Universität St. Gallen eine Methode vor, wie sich nachhaltige Unternehmensstrategien in der Praxis bewerten lassen. Den Kriterien stellten sich 140 Bewerber, davon 70 Prozent KMU mit weniger als 50 Fahrzeugen. Die Sieger: Spedition Georg Boll aus Meppen und die Erich Löb GmbH aus Werneck. Bewertet wurden Maßnahmen in den Bereichen Wirtschaft, Ökologie und Soziales Engagement mit besonderem Augenmerk auf der nachhaltigen Umsetzung. Bei den KMU zeigte der ursprünglich aus dem Agrarhandel kommende Logistikdienstleister Löb, wie er seit 1990 Rapsöl, Photovoltaik, Euro 5 Fahrzeuge auf EEV Niveau und Telematik zur Schonung der Ressourcen einsetzt. Das Umweltbewusstsein seiner Mitarbeiter fördert er nicht nur per Prämiensystem und Fortbildung sondern bietet als Anreiz eine kostenfreie Ladestelle für Elektrofahrzeuge. In Summe spart das Unternehmen jährlich 693.000 Kilogramm CO2 ein. Der zweite Sieger in der Kategorie Großunternehmen, die Spedition Boll, setzt dagegen auf die Eigenverantwortung der Mitarbeiter, denn nach seiner Ansicht schüren Prämiensysteme Neid. Für das Wir-Gefühl und ein Bewußtsein für Umwelt und Service entwickelte er mit der Firmenübernahme in fünfter Generation vor sieben Jahren ein klares Leitbild mit Servicegrundsätzen und Regeln für jede Abteilung ein. Bei 2.400 Sendungen pro Tag sind ihm gesundheitsoptimierte Arbeitsplätze, regelmäßige Schulung über das normale Maß hinaus und technische Neuerungen im Fuhrpark wichtig. So plant er unter anderem den Einsatz von Lang-LKW und reduziert konsequent den Luft- und Rollwiderstand der gesamten Flotte. Doch auch ohne Award zeigt die Branche großes Engagement. Vertreter der Immobilienentwickler Prologis und Greenfield, des Logistikdienstleisters Dachser und des Handelsunternehmens Alnatura diskutierten wie sich Standortwahl, Betriebsart und Ausstattung moderner Logistikimmobilien langfristig auf die buchhalterische und ökologische Bilanz eines Unternehmens auswirken. Dachser setzt bei neuen Immobilien auf eigene Bauplanung, Prologis nutzt Konversionsflächen und Photovoltaik und Alnatura gestaltete in seinem neuen Warehouse die Prozesse für Lager und Umschlag mit nachhaltigen Technologien. Einig sind sich alle. Was kostet es das Unternehmen, wenn es nicht in nachhaltige Bauweise investiert? Denn ganz abgesehen von den Nebenkosten, die als zweite Miete immer kräftiger zu Buche schlagen, kostet es langfristig vielleicht die Positon am Markt. Fehlender Standard macht Vergleiche schwer Die Nachfrage nach Informationen zur CO2 Bilanz eines Unternehmens steigt. In Ausschreibungen können sie das Zünglein an der Waage sein und sie gehören in der Corporate Identity eines Unternehmens zum guten Ton. Die CO2 Emmision lässt sich messen, doch Vergleiche fallen aufgrund unterschiedlichster Bewertungsmethoden noch schwer. Wie der Carbon Footprint eines Unternehmens oder eines Produktes berechnet werden kann, erklärte Moritz Lehmkuhl, Geschäftsführer der ClimatePartner aus München. Auf Basis des Greenhouse Gas Protocol (GHG) definiert er Systemgrenzen und relevante Emmissionsquellen in drei Gruppen. Direkt vom Unternehmen, indirekt durch Partnerunternehmen und sonstige Quellen. Die Ökobilanz benennt die Emmissionstreiber und ist die Basis für eine Klimaschutzstrategie mit definierten Zielen und Maßnahmen, die langfristig das Umweltbewußtsein und die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens steigern soll. Und das ist notwendig. Prognosen sagen bis 2100 den Anstieg der Temperatur von bis zu 6 Grad Celsius und der Meeresspiegel von bis zu einem Meter voraus. Das bedeutet für den Hafenbetreiber Eurogate steigende Kosten durch Arbeitsausfälle und hohe Versicherungsraten. Im Maßnahmenkatalog von Hanna Pötter, der Umweltmanagerin bei Eurogate, zeigt sich neben ressourcenschonenden Technologien und Umgestaltung terminalinterner Abläufe auch die Bereitschaft zu Kooperationen. Mit dem Wettbewerber HHLA gründete Eurogate ein Inland Port Network, das Güter schnell und ressourcenschonend auf der Schiene zu Hinterlandstandorten transportieren soll. Weniger ist mehr Das Fazit der Veranstaltung: Der Carbon Footprint gewinnt an Bedeutung, er lässt sich auch messen, doch alle Beteiligten definieren ihre Maßstäbe selbst. Die Basis dafür ist vielfältig und reicht vom Greenhouse Protocol über das ISO 14.000 Management System bis zum Eco Management and Audit Scheme (EMAS), auch bekannt als EU-Öko-Audit. Dazu sind weitere Richtlinien wie PAS 2050:2008, ISO 14067 oder die DIN-NA 159-01-1317 bereits in der Entwicklung. Verantwortungsbewusste Unternehmer, die den Klimaschutz, ihre Wettbewerbsfähigkeit und ihr umweltbewußtes Image fördern möchten, brauchen einheitliche Standards. Mit Beispielen aus der Praxis zeigte das DVZ-Forum, dass sowohl große als auch kleine Unternehmen mit intelligenten und wirksamen Maßnahmen den scheinbaren Zielkonflikt zwischen Ökologie und Ökonomie bewältigen. Was fehlt ist eine gemeinsame Basis, die mit einer überschaubaren aber dafür aussagekräftigen Datenmenge, den Erfolg messbar macht. (Text: Gisela Blaas, COM.SENSE UG für Kommunikationsberatung (haftungsbeschränkt), Augsburg)

25.05.2010: GVZ Region Augsburg - Bahnbrücke erfolgreich eingeschoben

In nur 62 Stunden wurde an Pfingsten eine 3000 Tonnen schwere Bahnbrücke in das Gleisbett der Strecke von Augsburg nach Donauwörth eingeschoben. Damit wird das Güterverkehrszentrum (GVZ) Region Augsburg zukünftig am südlichen Ende direkt an die Bundesstraßen B2 und B17 angeschlossen. Im Auftrag des GVZ-Planungsverbandes der Städte Augsburg, Neusäß und Gersthofen und in Kooperation mit dem Tiefbauamt der Stadt Augsburg als Bauherr hat die Memminger Firma Josef Hebel eine bereits vorbetonierte Eisenbahnbrücke in einer Stunde und 15 Minuten über 29 Meter Distanz mit hydraulischen Pressen in 60 Zentimeter Schritten an ihre Position ins Gleisbett eingeschoben. Dazu baute ein 30-köpfiges Team in einem auf die Minute getakteten Projektplan den Gleiskörper auf einer Länge von 100 Metern ab, versetzte die Oberleitung und entfernte 11000 Kubikmeter Bahndamm. Nach Einmaß und Lagekontrolle wurde die Brücke mit 2.500 Kubikmetern Schüttmaterial hinterfüllt, die Gleise wieder eingebaut und die Oberleitung an ihren Platz zurückverlegt. Maßgeblich beteiligt an dem Projekt sind die Deutsche Bahn mit ihren Fachdiensten als Anlagenbetreiber sowie das Eisenbahnbundesbahnamt als Überwachungsbehörde. „Die Brücke ermöglicht neben der nördlichen Anschlussstelle an die Bundesautobahn A8 eine direkte Anbindung an die Bundesstraßen B2 und B17 im Süden“, erklärt Nicole Christ, die technische Geschäftsführerin des GVZ Planungsverbandes. Damit ist das bundesweit jüngste Güterverkehrszentrum voll erschlossen und liegt nicht nur baulich im Plan. Von der 62 Hektar großen Gewerbefläche sind bereits 35 Prozent vermarktet. 2012 soll die Inbetriebnahme eines Terminals für den kombinierten Verkehr erfolgen. (Quelle: Pressemitteilung/GB)
Hydraulische Pressen schieben die Brücke auf Schienen über 29 Meter an ihren Platz im Bahndamm (Bild: Gisela Blaas/COM.SENSE)

17.05.2010: 5. Ulmer Logistiktag: Netzwerke erfüllen individuelle Kundenwünsche

Hartmann bricht die Supply Chain im Gesundheitsmarkt auf und arbeitet direkt am Patienten, Daimler präzisiert seine Teilebedarfsvorschau für ein effizientes Bill-to-Order-Unternehmen. Auf dem 5. Ulmer Logistiktag zeigten Unternehmen wie flexible Netzwerke individuelle Kundenwünsche erfüllen. „Als Hersteller von Medizin- und Hygieneprodukten übernehmen wir heute zum Teil die Prozesse unserer Kunden“, beschreibt Dr. Felix Fremerey, Vorstand für Product Supply Chain, wie die Paul Hartmann AG eng mit Handel, Patient, Gesetzgeber, Krankenkassen und den Leistungserbringern zusammen arbeitet. Für veränderte gesetzliche Rahmenbedingungen und kosteneffiziente Lösungen entwickelt das Unternehmen mit 1,6 Milliarden Umsatz und weltweit 30 Standorten neue Mehrwertdienste. Ein Auslöser dafür ist ein kleiner Absatz im § 127 des fünften Sozialgesetzbuches. Dieser eliminiert erstmals eine komplette Handelsstufe und lässt Hersteller als direkte Leistungserbringer, ohne die Zwischenhändler Apotheke oder Großhandel, direkt mit den Patienten zusammenarbeiten. „Wir waren gezwungen unsere eigenen Kunden zu umgehen“, kommentiert Fremerey, denn die Krankenkassen schreiben den Bedarf an Hilfsmitteln teilweise direkt aus. Anders als bisher geht der Patient nicht mehr mit seinem Rezept in die Apotheke sondern erhält das Produkt direkt vom Hersteller. Das bricht die herkömmlichen Supply Chain mit direkter Lieferung an den Großhandel komplett auf. „Dadurch betreiben wir in diesem Feld Mikrologistik“, sagt Fremerey. „Statt Paletten versenden wir Pakete ähnlich wie im Versandhandel.“ Neben der Einführung eines neuen IT-Systems für die Abrechnung von Rezepten erfasste Hartmann dafür 100.000 Patientendaten. Heute führt das Unternehmen durchschnittlich 700 Telefonate am Tag und verschickt bis zu 4000 Pakete direkt an den Endverbraucher. Damit übernimmt das produzierende Unternehmen Dienstleistungen die Logistik- und IT-Kompetenz erfordern. Mit diesem hohen Prozessverständnis liefert Hartmann auch in Krankenhäusern just-in-time Hilfsmittel, zum Teil als komplette Sets, direkt in den Operationssaal und betreibt dazu vor Ort ein Lager. In der komplexen Beschaffung und internen Distribution profitieren Kliniken von einem einzigen Ansprechpartner und modernen Systemen, die den Bedarf mit einer geringen Anzahl fehleranfälliger Schnittstellen direkt übermitteln. Wie komplexe Vielfalt am besten bedient wird, das zeigte auch Thomas Stäblein, Produktionsplaner bei der Daimler AG aus Sindelfingen. Mit einer Variantenvielfalt für Modelle und Ausstattung im 25-stelligen Bereich und 110 Marktorganisationen weltweit, ist die Teilebedarfsvorschau eine wesentliche Grundlage für die punktgenaue Planung und Beschaffung der Teile. Das System rechnet schneller und besser als herkömmliche Verfahren nach Einbauregeln oder auftragsbasierten Methoden. Es liefert innerhalb einer Stunde mehrere Szenarien und prognostiziert den Bedarf über einen Zeitraum von sechs Monaten mit einer Fehlerquote von lediglich 4 Prozent bei 95 Prozent der 8 Millionen Sachnummern. „In der Zulieferbranche gelten die Forecasts von Daimler als die besten“, fasst Stäblein die Vorteile dieser hochkomplexen Vorgehensweise zusammen. Für eine Welt in der individuelle Kundenwünsche die Supply Chain steuern und knappe Ressourcen neue Lösungen erfordern gab der 5. Ulmer Logistiktag praxisorientierte Impulse, wie Hersteller und Logistikdienstleister rechtzeitig die Weichen für starke Partnerschaften stellen können. Denn in der Kunst erfolgreiche logistische Netzwerke zu bauen, verursacht nach Prof. Peter Klaus, ehemaliger Professor der Universität Erlangen Nürnberg, eine reine Kästchenwelt unvernetzter Prozesse suboptimale Insellösungen. Seine Forschungsarbeiten zeigen, dass ein intelligent aufgebautes Netzwerk den Güterfluss verdichtet, in dem es Vernetzungspunkte und Hubs reduziert. Dabei spielt die Rangfolge und vertikale Vernetzung der lokalen, regionalen, nationalen und internationalen Netzwerkebenen eine entscheidende Rolle in der Industrialisierung logistischer Abläufe. Über den Erfolg des Netzwerks entscheidet nach seinen Angaben ein vierschichtiges Modell. Die Basisprozesse für Güter- und Informationsfluss funktionieren nur dann, wenn zusätzlich ein institutionales Netz mit klugen Kooperationen für die passende Wertschöpfungstiefe und ein gut aufgebautes soziales Netz für die konfliktfreie Teamarbeit aller Beteiligten sorgt. Seine These: Die deutschen und europäischen Ladungsverkehrsmärkte formieren sich neu. Damit wird Industrialisierung und Netzwerkbildung auch auf zukünftigen Ulmer Logistiktagen ein Thema bleiben. Ulmer Logistiktag: Mit mehr als 250 Teilnehmern ist der Ulmer Logistiktag, der gemeinsam von der BVL-Regionalgruppe Allgäu/Bodensee und der IHK Ulm und Augsburg organisiert wird, die größte BVL Veranstaltungen im Süddeutschen Raum. Mit Karriereforum für Studenten und Young Professionals und einer Fachausstellung richtet sich der regionale Branchentreff mit überregionaler Bedeutung an Verlader, Logistikdienstleister und Hersteller. Er findet 2012 zum 6. Mal statt. (Text: Gisela Blaas, COM.SENSE UG für Kommunikationsberatung (haftungsbeschränkt), Augsburg)
Harald Seifert eröffnet als Vizepräsident der IHK Ulm und Regionalgruppensprecher der BVL Regionalgruppe in der Donauhalle der Ulmer Messe den 5. Ulmer Logistiktag „Erfolg in Netzwerken – Perspektiven und Strategien“.

20.04.2010: Tag der Logistik bei Fujitsu Siemens: Logistik für Hightech Produkte

Auf Einladung der Regio Augsburg Wirtschaft GmbH, Andreas Schmid Logistik und Fujitsu Technology Solutions warfen über 40 Besucher, zum bundesweiten Tag der Logistik am 15. April 2010, einen Blick in die Produktions- und Logistikabteilung des Entwicklers und Herstellers hochwertiger IT-Produkte wie Mainboards, Desktop-PCs und Serversysteme. In drei Vorträgen mit anschließender Werksführung erfuhren die Teilnehmer, wie der Global Player seine Logistik von Augsburg aus abgewickelt. Nach der Begrüßung durch den Geschäftsführer der Regio Augsburg Wirtschaft GmbH, Andreas Thiel, erläuterte Walter Degle, Senior Director Supply Operation, wie die Computer-Fertigung funktioniert. „Zwischen der Produktion und der Logistik besteht ein ständiger Wissenstransfer. So sorgen wir für einen reibungslosen Ablauf sowohl in der Produktion als auch bei den Warenbestellungen“, erläuterte Degle den Teilnehmern. Die insgesamt 50 Modelllinien, der stetige Wechsel zu neuen Produkten sowie die flexiblen Arbeitszeiten der Mitarbeiter sind für den Global Player eine Herausforderung. Ein neues Logistikzentrum, das unmittelbar an die Produktionshalle anschließt, verzahlt Produktion und Logistik. Wie die Logistik als strategisches Instrument der Unternehmensführung eingesetzt werden kann, erläuterte Gianluca Crestani, Vorstandsmitglied der Andreas Schmid Logistik AG. Als Komplettanbieter für integrierte Logistiklösungen wickelt er die Logistik für Fujitsu Technology Solutions am Standort Augsburg ab. Dafür sind Individuelle Lösungskonzepte, wie ein auf die Bedürfnisse des Kunden zugeschnittenes skalierbares Lagerkonzept oder die Anpassung des Ressourceneinsatzes, heute unabdinglich. Dies erfordert entsprechende IT-Lösungen. So hat das Unternehmen mittlerweise eine eigene Softwareschmiede mit 70 Mitarbeitern. Wie die logistische Wertschöpfungskette bei Fujitsu Technology Solutions aussieht, erfuhren die Teilnehmer im Anschluss von Detlef Schröder, bei Fujitsu Technology Solutions für den Bereich Corporate Logistic verantwortlich. Für das Unternehmen, das weltweite Warenströme koordinieren muss, hat neben der Kostenfrage und der Flexibilität auch die Ökologie einen hohen Stellenwert. So wurden in der Vergangenheit bereits testweise Computerbauteile von China per Bahn nach Deutschland geschickt. Eine anschließende Führung durch das Werk zeigte das logistische Konzept. „Endlich habe ich eine Vorstellung davon, wie ein so großes Unternehmen seine Logistik koordiniert“, so einer der Teilnehmer. (Quelle: Pressemitteilung A3/gb)

19.04.2010: Delegationsreise nach Triest (Italien)

Die Bayerische Wirtschafts-Staatsekretärin Katja Hessel reist dieses Jahr vom 6. bis 8. Oktober mit einer Wirtschaftsdelegation nach Triest, Italien. Das Angebot der Delegationsreise richtet sich an Geschäftsführer von Unternehmen aus der Logistikbranche. Ziel der Reise ist es, durch Gespräche mit Entscheidungsträgern aus Staat und Wirtschaft zu einer Intensivierung der bilateralen Wirtschaftsbeziehungen beizutragen, neue Kooperationsfelder zu erschließen und bestehende Kooperationsfelder zu vertiefen. Weitere Informationen bei Martina Gsedl via E-Mail: mgsedl@bayern-international.de. (Quelle: Pressemitteilung Außenwirtschaftsportal Bayern/gb)gen/2010/Delegationsreise-nach-Triest-Italien-.html

15.04.2010: Tag der Logistik im GVZ: Treffpunkt Roter Würfel

Am bundesweiten Tag der Logistik besuchten insgesamt 135 Teilnehmer die Veranstaltungen im Wirtschaftsraum Augsburg. 48 Teilnehmer erkundeten per Bus und zu Fuss das GVZ Region Augsburg zu den Themen „Dimension Logistik“ und „Balanceakt Natur und Wirtschaft“. Highlight: Ein roter Würfel mit zwei Meter Kantenlänge, enthüllt im Rahmen der Imagekampagne www.ecubes-augsburg.de durch Andreas Bubmann, Wirtschaftsreferent der Stadt Augsburg. Er macht die Logistik erlebbar. Akkustisch über acht Tasten für Geräusche wie Zugrattern oder LKW-Hupe. Visuell über einen Film zu den Vorteilen und der Bedeutung der Region Augsburg als Logistikstandort. 46 Teilnehmer folgten unter dem Motto„Logistik erleben“ der Einladung von ProLogis Germany und Honold International zu Fachvorträgen und einer Besichtigung eines zentralen Warehouses im GVZ. 41 Teilnehmer besuchten den A³ Wirtschaftsdialog der Regio Augsburg Wirtschaft GmbH. In Fachvorträgen und einer anschließenden Werksführung zeigten Gastgeber Fujitsu Technology Solutions und der Spediteur Andreas Schmid Logistik wie „Logistik für Hightech Produkte“ funktioniert. (Gisela Blaas)
Logistik Kompetenzwürfel der Kampagne www.ecubes-augsburg.de: "Schau mal. So viel kommt hier an und dreht sich weiter. Über die Alpen, nach Süd- und Osteuropa und zurück. Per Straße, per Schiene und mit dem Flugzeug. Gute Lage für Logistik. Das wusste schon mein Augustus. Lebe mich. Dein Augsburg"

14.04.2010: Intercontainer startet neue Shuttleverbindung

„Die prosperierenden Regionen Süddeutschland und Norditalien sind besser verbunden“, gab Markus Riethe, Direktor des Regionalverbands Donau-Iller (RVDI) in Neu Ulm den Startschuss für einen neuen Shuttlezug der Intercontainer-Interfrigo SA. Dieser verkehrt ab jetzt zwei Mal und ab Mitte Juni drei Mal wöchentlich im Rundlauf zwischen den Terminals Ulm/Dornstadt und Melzo in der Nähe von Mailand mit Stopp im schweizerischen Niederglatt. Im Sinne des EU-Projektes AlpFRail schließt sich damit eine weitere Lücke im alpenquerenden Güterverkehr. „Bis jetzt führte der Weg nach Asien über die Nordhäfen und um Europa herum“, so Martin Samain, Refrerent für Wirtschaft und Siedlungsplanung beim RVDI. „Der direkte Weg über die Alpen ist rund drei Tage schneller und senkt den CO2 Ausstoß pro Kilometer von 84 auf 50 Tonnen.“ Der Shuttle verlagert jährlich rund 6.600 LKW-Fahrten auf die Schiene. „Wir können alles ausser Rollende Landstraße“, fasst Enrique Rivas, Director der Intercontainer Business Unit West sein Angebot für Container, Wechselbrücken und Sattelauflieger bis zu einer Ladehöhe von 380 und geplant 386 Zentimeter zusammen. Als Pionier auf der Strecke präsentierte er den rund 30 Teilnehmern einen Fahrplan mit vorläufigen Lade- und Bereitstellungszeiten bedingt durch eine Streckensperrung bei Friedrichshafen. „Nach wirtschaftlich schwierigen Zeiten haben wir ein richtungsweisendes und zukunftsfähiges Produkt“, bekräftigte Bart Van der Cruysse, Managing Director bei Intercontainer das Potenzial des trinationalen Shuttlezuges, den die SBB Cargo in Kooperation mit DB Schenker Rail und Trenitalia produziert. (Gisela Blaas)

29.03.2010: Eduard Oswald neuer Vorsitzender des Beirates der Bundesnetzagentur

Eduard Oswald (CDU/CSU) ist neuer Vorsitzender des Beirates bei der Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen. Oswald ist seit 1987 Mitglied des Deutschen Bundestages, war langjähriger Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und Bundesminister für Raumordnung, Bauwesen und Städtebau. Er ist ein profilierter und versierter Fahrensmann, der als vormaliger Vorsitzender des Ausschusses für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen und des Finanzausschusses sowie als aktueller Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaft und Technologie des Deutschen Bundestages über langjährige und breite Erfahrung in Regulierungsfragen verfügt. Der Vorsitzende des Beirates bei der Bundesnetzagentur wird für zwei Jahre gewählt. Turnusmäßig wird der Vorsitz im Wechsel von einem Mitglied des Deutschen Bundestages bzw. einer Vertreterin oder einem Vertreter des Bundesrates besetzt. Eduard Oswald folgt auf Ulrich Junghanns, dem ehemaligen Wirtschaftsminister des Landes Brandenburg. Der Beirat besteht aus jeweils 16 Mitgliedern des Deutschen Bundestages und 16 Vertreterinnen oder Vertretern des Bundesrates, die einer Landesregierung angehören oder diese politisch vertreten. Die Mitglieder und stellvertretenden Mitglieder des Beirates werden jeweils auf Vorschlag des Deutschen Bundestages oder des Bundesrates von der Bundesregierung berufen. Der Beirat hat das Vorschlagsrecht für die Besetzung des Präsidiums der Bundesnetzagentur und berät die Behörde bei der Wahrnehmung ihrer vielfältigen Aufgaben. Er ist nach dem Telekommunikationsgesetz berechtigt, Maßnahmen zu beantragen, die der Umsetzung der Regulierungsziele und der Sicherstellung des Universaldienstes dienen. Seine Mitwirkungs- und Anhörungsrechte nimmt das Bund-Länder-Gremium auch bei Frequenzvergabeverfahren der Bundesnetzagentur und auf dem Gebiet der Energieregulierung wahr. (Quelle: Pressemitteilung/gb)

16.03.2010: Call für Marco Polo Anträge eröffnet

Mit dem 4. Call im Rahmen des Programms "Marco Polo" forderte die Europäische Kommission a, 15. März Unternehmen in der gesamten Europäischen Union und anderen Ländern auf, Vorschläge einzureichen, mit denen Güterverkehrsdienste errichtet oder modernisiert werden können. Die auszuwählenden Projekte sollen dazu beitragen, Staus auf europäischen Straßen zu vermeiden und die Umweltfreundlichkeit des Güterverkehrssystems zu verbessern – zwei Hauptziele der EU-Verkehrspolitik. Das Programm „Marco Polo“ soll Unternehmen dabei unterstützen, den Güterverkehr von der Straße auf umweltfreundlichere Verkehrsträger wie den Kurzstreckenseeverkehr, die Schiene und die Binnenschifffahrt zu verlagern. Die Unterstützung wird während der mit hohen Risiken verbundenen Anlaufphase der Projekte gewährt. Die vollständige Aufforderung mit Informationen über die Beantragung von Zuschüssen finden Sie auf der „Marco Polo“-Webseite: http://ec.europa.eu/transport/marcopolo/calls/2010_en.htm (Quelle: Pressemeldung EU-Kommission, 16.03.10/gb).

09.03.2010: GVZ Region Augsburg engagiert sich am Tag der Logistik

Die Würfel sind gefallen: Am 15. April, dem bundesweiten Tag der Logistik, enthüllt das Wirtschaftsreferat der Stadt Augsburg, im Rahmen der Imagekampagne „ECubes Augsburg“, den roten Würfel für das Kompetenzfeld Logistik, repräsentiert durch das Güterverkehrszentrum Region Augsburg. Um 14 Uhr eröffnet Andreas Bubmann, Wirtschaftsreferent der Stadt Augsburg den „Tag der Logistik“ im Güterverkehrszentrum mit einem Vortrag zu Arbeitsplätzen, Lebensqualität und Chancen im Kompetenzfeld Logistik. Um 14:30 Uhr startet der Planungsverband Güterverkehrszentrum Raum Augsburg für die Teilnehmer eine Bustour zum Thema „Dimension Logistik“. Erläutert wird die Entwicklung des Güterverkehrszentrums von der Idee bis heute. Im Anschluss um 15:30 Uhr führen Landschaftsarchitekten die Teilnehmer zu Fuß durch das Gelände. Motto: „Balanceakt Natur und Wirtschaft“, wie das Logistikgewerbegebiet mit Boden, Natur und Landschaft in Einklang gebracht wurde. Eingeladen sind logistikinteressierte Menschen, die wissen möchten wie sich die Logistik im Städtedreieck Augsburg, Neusäß und Gersthofen entwickelt. Anmeldungen in Kürze möglich unter www.gvz-augsburg.de oder auf der Plattform des Bundesverbandes der Logistik (BVL) unter www.tag-der-logistik.de. Engagement an breiter Front Der Tag der Logistik ist eine Initiative der gemeinnützigen Bundesvereinigung Logistik (BVL), unterstützt von zahlreichen Organisationen, Verbänden, Bildungseinrichtungen und Unternehmen. Er findet jährlich am dritten Donnerstag im April statt. 2009 kamen rund 25.000 Besucher zu 289 Veranstaltungen in ganz Deutschland, um einen Blick hinter die Kulissen der Logistik zu werfen. Die Veranstaltung zum Tag der Logistik im Güterverkehrszentrum Augsburg richtet sich an die breite Öffentlichkeit. Zusätzlich veranstaltet die Prologis Deutschland Management GmbH gemeinsam mit der Honold Logistik Gruppe ab 14:30 Uhr ein Kundenevent in den Räumlichkeiten von Prologis. Weitere Informationen zu den kostenfreien Veranstaltungen am Tag der Logistik unter www.gvz-augsburg.de oder www.tag-der-logistik.de.

15.02.2010: Veranstaltungsbericht zum Round Table Marco Polo 2010

Mit dem nächsten Call der Europäischen Kommission haben Unternehmen zwölf Wochen Zeit sich Fördermittel für Projekte im kombinierten Verkehr zu sichern. Welche Chancen und Risiken das Antragsprozedere birgt, zeigte am 27. Januar ein Round Table in Wolfertschwenden bei Memmingen, veranstaltet von der Initiative LOGinS – Logistik in Schwaben.

Voraussichtlich Anfang März öffnet die EU ihr Fenster für Anträge. Mit dem Call beginnt der Wettlauf mit der Zeit in einem strengen Korsett formaler Vorschriften. Auch 2010 sind 60 bis 70 Millionen Euro im Fördertopf. Was die Antragsstellung leichter macht, sind niedrigere Einstiegshürden. Statt 250 reichen 60 Millionen Tonnenkilometer pro Jahr inklusive der Rückführung leerer Lademittel, die zum Beispiel bei Containern mit drei Tonnen Leergewicht kräftig zu Buche schlagen. Die Folge: Kleinere Projektgrößen erhöhen die Anzahl erfolgreicher Förderanträge. Häppchenweise Hinweise auf die Änderungen geben nach Angaben der Veranstalter parlamentarische Veröffentlichungen und der Newsletter der EU.

Erfolgsbeispiele für Marco Polo

 Allein 2009 verteilte die Kommission der EU rund 66 Millionen Euro auf 22 Projekte, die insgesamt jährlich 16,8 Milliarden Tonnenkilometer von der Straße auf alternative Verkehrsträger verlagern. „Marco Polo deckt den Mehraufwand für die Verkehrsverlagerung“, eröffnet Stefan Blaas, Geschäftsführer Süddeutsche Consultants, seine Rückschau auf Praxisbeispiele. „Im Schnitt sind es runde zwei Euro pro 500 verlagerte Tonnenkilometer“. In bisherigen Calls nahmen die Modal Shift Projekte den größten Anteil ein, dargestellt am Beispiel Projekt Sirius 1, des französischen Mineralwasserunternehmens SA des Eaux Minérales d’Evian. Es verlagerte 341 Millionen tkm Wassertransport von der Volvic Quelle in Mittelfrankreich zum deutschen Vertriebszentrum in Hockenheim per Ganzzügen auf die Schiene. Die Fördermittel für katalytische Aktionen rücken nach Meinung von Blaas zukünftig neue Ideen in den Fokus, wie sich kombinierte Transporte besser gestalten lassen. Dazu zeigte im letzten Call das mit rund 660.000 Euro geförderte Projekt AGORA, wie ein Terminal mit intelligent eingesetzten Ressourcen im Verkehrsfluss nicht nur Puffer sondern aktives Steuerelement sein kann.

Zudem kommen seiner Meinung nach zukünftig verstärkt Lernprojekte unter dem Stichwort „Common Learnings“ zum Zug, die den Austausch von Wissen in der EU fördern. Exakt so und nicht anders „Fehlt am Schluss eine einzige Unterschrift, so kann der ganze Aufwand für die Antragsstellung umsonst sein“, eröffnet Ulrich Dehe, Süddeutsche Consultants den zweiten Teil der Vorträge und setzt seinen Schwerpunkt auf die vorgeschriebenen Inhalte und Formalitäten. „Die Vorgaben lesen sich auf den ersten Blick so, als ob alles gleich beieinander ist. Doch der Teufel steckt im formalen Detail“, mahnt er die Teilnehmer in der Beschreibung des dreiteiligen Antrags. Teil eins umfasst die Formblätter zur Projektübersicht mit Deklaration zur Seriösität der Projektpartner sowie ein von allen Beteiligten unterzeichneter Letter of Intent inklusive Rückversandschein. Teil zwei ist ein Hauptteil, der den von der EU empfohlenen Umfang von 20 bis 25 Seiten meistens bereits mit der erforderlichen Gliederung sprengt. Nicht zu unterschätzen ist der dritte Teil mit Dokumenten wie Businessplan, Lebensläufe, Bilanzen etc. „Je mehr Partner beteiligt sind, desto eher menschelt es im Prozedere“, erzählt Dehe aus der Praxis. „Der Zeitaufwand für zwölf Unterschriften internationaler Partner auf einem Handelsregisterauszug ist nicht zu unterschätzen.“ Sein Tipp für die erfolgreiche Abwicklung lautet hier, den Antrag mit einer klaren Checkliste abzuarbeiten und ihn vor allem als Projekt, je nach Größe mit bis zu drei Mitarbeitern, über einen längeren Zeitraum einzukalkulieren. Am Schluss müssen die Unterlagen in zwei versiegelten Umschlägen persönlich, per Kurier oder per Einschreiben in Brüssel eingehen. Am gleichen Tag erwartet die EU eine E-Mail mit dem ersten Teil des Antrags.

In der Diskussion sind sich die Teilnehmer am runden Tisch einig: Der Umfang der Vorbereitung ist erschreckend, bietet aber Vorteile. Neben dem guten Umweltgewissen, decken die Fördermittel den Mehraufwand für eine geplante Verkehrsverlagerung und machen die neue Relation in den ersten drei Jahren wettbewerbsfähig. Es entstehen Geschäftsbeziehungen, neue Services und ein Bankgespräch für die Kreditvergabe ist optimal vorbereitet. Trotzdem die einhellige Meinung: Das Projekt muss nachhaltig wirtschaftlich sein. Marco Polo Fördermittel verschaffen lediglich einen Komfortbereich von drei Jahren ohne unmittelbaren Effizienz- und Mengendruck.

Max Kuske, Account Manager West bei Intercontainer Infterfrigo SA aus Basel bestätigte: „Am Ende des Tages muss ein Projekt wirtschaftlich sein. Fördermittel unterstützen dabei, es schneller oder früher zu realisieren.“ Auf die Größe kommt es an „Die Regularien des Marco Polo Programms treffen nicht den Kern des dynamischen Logistikmarktes“, kritisierte Udo Schambeck, Geschäftsführer der Augsburger Localbahn GmbH. „Das Förderprogramm ist insbesondere für große Logistikplayer geeignet, die mit eigenen Mengen den Warenstrom nachhaltig sichern können.“ Diese Meinung unterstützte Eberhard Schick, Head Mill Procurement, Sappi Fine Paper Europe aus Ehingen, der zudem einzelne Unternehmen mit der komplexen Gesamtaufgabe der Projektdurchführung schnell an ihre Grenzen stoßen sieht. Trotzdem eröffnet die abgesenkte Mindestmenge neue Chancen. Große Konzerne können sich auf die wesentlichen Verkehrsabschnitte konzentrieren und müssen Relationen nicht künstlich verlängern. Kleinere und mittlere Unternehmen können als Co-Partner zum Zug kommen. „Im Wirtschaftsraum Schwaben ist ein großes Potenzial seitens der Verlader vorhanden. Kooperation mehrer Partner ist ein Erfolgsrezept, mit dem auch kleinere Unternehmen an Fördermittel kommen können“, merkte Blaas an. Das Potenzial für gemeinsame Projektansätze sieht er im Raum Schwaben vor allem im alpenquerenden Verkehr. Denn der Alpenaufstieg mit starken Steigungen treibt mit zusätzlichen Loks und Pufferzeiten die Kosten in die Höhe. Erst mit der Inbetriebnahme des Lötschbergtunnels und der für 2017 geplante Eröffnung des Gotthardtunnels wird der Schienenverkehr über die Alpen leistungsfähig. Ansätze für Schwaben und Oberitalien.

Das Fazit „Wir sind alle zu klein“ greift Martin Samain in seinem Vortrag auf, der beim Regionalverband Donau-Iller das Sachgebiet Siedlungsplanung, Wirtschaft und Einzelhandel verantwortet und die Verkehrsprojekte der Region steuert. Unter seiner Projektleitung entstand im Rahmen des von der EU geförderten Interreg Programms „AlpFRail“ aus der Region heraus ein neues Zugangebot, das auch kleinere Mengen regionaler Verlader in länger laufende Verbindungen eintaktet. Statt dem bisherigen Achsendenken via Tauern oder Brenner, analysierte AlpFRail, unterstützt durch die Süddeutsche Consultants, das Potenzial und die Bedingungen der Verlader in den Quell- und Zielgebieten Schwaben und Oberitalien. Daraus entstand mit dem Projektpartner Intercontainer eine neue Shuttle-Verbindung im Nachtsprung zwischen Ulm via Zürich nach Melzo bei Mailand und zurück, die im April an den Start gehen soll. „Gerade dieses Projekt beweist, dass auch bei finanziellem Mehraufwand die ökologischen Vorteile der Verlagerung zählen.“ (Gisela Blaas)

v. l. n. r.: Die Branchenexperten am Round Table: Max Kuske (Intercontainer), Ulrich Kerksiek (Arcese), Thomas Gärtner (Finsterwalder), Stefan Blaas (Süddeutsche Consultants), Udo Schambeck (Augsburger Localbahn), Bernhard Kuhn (RAR), Eberhard Schick (Sappi), Ulrich Dehe (Süddeutsche Consultants), Martin Samain (RVDI), Alfred Stetter (LOGinS/Stetter Consulting), David Adam (Intercontainer)

11.02.2010: Startschuss für Bahnbrücke im GVZ Region Augsburg

Der Bau der Eisenbahnüberführung für den Straßenanschluss an die B 2 und B 17 hat begonnen. Mit dem Abschluss der Bauarbeiten im Sommer 2010 ist das GVZ Region Augsburg für den Straßenverkehr voll erschlossen. Ein exakt ausgeklügelter Bauzeitenplan, der eng mit der Deutschen Bahn abgestimmt ist, stellt sicher, dass in einer nur rund 60-stündigen Sperrung der Bahnstrecke die Brücke an Pfingsten in das Gleisbett eingeschoben werden kann. Die Brückenbaukosten belaufen sich auf rund 3 Mio. Euro. Im Anschluss an den Einschub der Brücke schließen die verbleibenden Straßenbauarbeiten den bereits hergestellten Bauabschnitt bis zur Stuttgarter Straße im Bereich der Auffahrtsschleife zur B 17 an. Ein Anschluss zur BAB 8 besteht bereits. Die Maßnahmen fördert der Freistaat Bayern mit 70 Prozent nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG). Den verbleibenden Anteil tragen die Städte Augsburg, Gersthofen und Neusäß unter dem Dach des Planungsverbandes GVZ. Weitere Informationen zum Baufortschritt unter www.gvz-augsburg.de

02.02.2010: 2. Round Table „Green Logistics: Leichter denn je“ in Prien am Chiemsee

Veranstaltungshinweis für den 5. Februar 2010: Die Unternehmensberatung Süddeutsche Consultants informiert mit dem zweiten Round Table „Marco Polo und Transitects: Green Logistics – Leichter denn je“ am 5. Februar von 10 bis 14 Uhr über Fördermöglichkeiten im kombinierten Verkehr. Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit und im Logistik-Kompetenz-Zentrum (LKZ) Prien statt. Der Roundtable richtet sich, mit praktischen Tipps für die Antragsstellung sowie Projektbeispielen für Marco Polo und aktuelle EU geförderte Projekte in der Region wie z. B. TRANSITECTS im alpenquerenden Güterverkehr, an Verlader, Transportunternehmen, Spediteure, intermodale Operator, Bahnunternehmen und Terminalbetreiber. Anmeldung und weitere Informationen bei Stefan Blaas, Geschäftsführer Süddeutsche Consultants +49 (821) 319 93 16 oder per eMail intermodal@sued-con.de.

12.01.2010: LOGinS veranstaltet Round Table zum Thema Marco Polo

Die Initiative „LOGinS – Logistik in Schwaben“ veranstaltet am 27. Januar 2010 von 10 bis 14 Uhr in Wolfertschwenden bei Memmingen einen Round Table zum Thema „Marco Polo 2010 – Green Logistics, leichter denn je“. Im Februar richtet die Europäische Union den nächsten „Call for Proposals“ an Transportunternehmen, Logistikserviceanbieter und Hersteller, die intermodale Verkehre entwickeln, neue Märkte erschließen oder Wissen teilen möchten. Dazu zeigt die Initiative LOGinS mit dem Regionalverband Donau-Iller und der Augsburger Logistikberatung Süddeutsche Consultants wie Unternehmen das Fünf-Punkte-Aktionsprogramm der EU für Verkehrsverlagerungen nutzen können. Außerdem informieren die Spezialisten über weitere EU-Förderprojekte in der Region wie z. B. Transitects im alpenquerenden Güterverkehr. Die Veranstaltung richtet sich an Verlader, Spediteure, intermodale Operator, Bahnunternehmen und Terminals. Der Round Table „Marco Polo 2010“ findet im Winn Dienstleistungspark Wolfertschwenden bei Memmingen statt. Weitere Informationen und Anmeldung unter intermodal@sued-con.de oder Stefan Blaas, Geschäftsführer Süddeutsche Consultants unter Telefon 0821-319 9316.

11.01.2010: Deutsche GVZ-Gesellschaft legt europäische Benchmarking-Studie vor

Verona, Bremen und Nürnberg gehören zur Elite. Das zeigt ein Benchmarking auf europäischer Ebene, vorgelegt durch die Deutsche Gesellschaft für Güterverkehrszentren (DGG). Im Vergleich von 70 intermodalen GVZ-Standorten aus über 30 Ländern Europas belegen eutschen GVZ und italienische Interporti die Top 10 Plätze. Auf Platz 1 der Interporto Verona gefolgt von den Standorten Bremen und Nürnberg. In der Studie profitieren die italienischen Interporti u. a. durch hochprofessionelle GVZ-Trägerschaften mit vorbildlichen Finanz-, Personal- und Wissensressourcen. Zusätzlich umfassen die Serviceangebote der Interporti neben den klassischen Servicekomponenten auch umfassende Logistikimmobilienangebote sowie Beratungs-, Forschungs-, Qualifizierungs- und Logistikdienstleistungen. Die norditalienischen Interporti zeichnen sich ausserdem durch große Volumina im intermodalen Verkehr aus und setzen damit entscheidende Benchmarks. Die deutschen GVZ punkten neben umfangreichen Flächenoptionen vor allem mit hohen Beschäftigungszahlen. Letzteres durch angesiedelte Unternehmen, die über reine TUL-Funktionen (Transport-Umschlag-Lagerung) hinaus hohe Wertschöpfungsanteile in den VAS-Dienstleistungen (Value Added Services) erwirtschaften. Mit den höchsten Beschäftigungszahlen in ganz Europa setzt das GVZ Bremen einen bedeutenden Benchmark. Insgesamt ist die GVZ-Landschaft in Europa noch sehr stark durch die etablier-ten Standorte in West- und Südeuropa geprägt. In Osteuropa setzt sich die GVZ Idee erst relativ langsam durch. Unter den Top 20 platzierte sich das „BILK Budapest“. Ungarn übernimmt eine Vorbildfunktion, für die Länder, die sich früh mit GVZ-Konzepten beschäftigt haben. In anderen osteuropäischen Ländern, die erst aktuell derartige Konzepte verabschiedet haben, ist oftmals der Logistikimmobilienmarkt mittlerweile übersättigt, so dass sich GVZ als räumliche Einheit von intermodalem Terminal und logistikintensivem Gewerbe nur schwer etablieren können. Für GVZ-Trägerschaften gibt es in Europa im Wesentlichen drei Modelle. Großbritannien steht für Best Practice mit privaten Entwicklungsträgern, die in unmittelbarer Nähe von intermodalen Terminals logistikaffine Ansiedlungsflächen ausweisen. Die Trägerschaft mit ausschließlich öffentlichen Entwicklungsträgern ist selten. Stärker verbreitet, vor allem in Deutschland, sind Modelle, in denen private und öffentliche Gesellschafter als Public Private Partnership auftreten. Weitere Informationen zur Studie bei der Deutschen GVZ-Gesellschaft unter www.gvz-org.de. (GB)
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