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05.11.2013: Honold verkauft Teilbereich Augsburg Spedition an Hellmann

Neu-Ulm/Osnabrück, 05. November 2013. Die Honold Logistik Gruppe verkauft zum 01.01.2014 ihren Teilbereich Augsburg Spedition an die Hellmann Worldwide Logistics. Die Honold Contract Logistik, Augsburg und Honold Night Star Express, Augsburg sowie Honold Spedition, Neu-Ulm sind davon nicht betroffen. Honold Night Star Express und Hellmann werden die Immobilie der Honold Logistik Gruppe weiter nut

Die Übernahme erfolgt unter Vorbehalt, da die Zustimmung des Kartellamtes noch aussteht. Alle Speditionsmitarbeiter am Standort Augsburg werden nach § 613a BGB übernommen. Honold wird seine Präsenz in Augsburg in den Bereichen Honold Contract Logistik und Night Star Express weiter ausbauen. Hellmann Worldwide Logistics stärkt durch die Übernahme der Niederlassung in Augsburg die Entwicklung seines Stückgutgeschäftes in Deutschland.

“Die Honold Logistik Gruppe ist in 2013 um circa 100.000 Quadratmeter Logistikfläche gewachsen und hat über 40 Millionen Euro investiert. Wir rechnen in 2013 mit einem erfreulichen Jahresergebnis. Die Abgabe von Augsburg ist eine strategisch konsequente Entscheidung des starken Wachstums von Honold.” so Heiner Matthias Honold, geschäftsführender Gesellschafter der Honold Logistik Gruppe.

Honold hat sich bewusst für Hellmann entschieden, da beide Unternehmen bereits seit Jahrzehnten zusammenarbeiten. Heiner Matthias Honold, geschäftsführender Gesellschafter der Honold Logistik Gruppe, sagt: “Uns war es wichtig, gerade für den Honold Speditionsstandort in Neu-Ulm, dass unsere Kooperation und das Netzwerk insgesamt gestärkt werden und ein inhabergeführtes Unternehmen mit vergleichbarer Unternehmenskultur die Mitarbeiter in Augsburg übernimmt. Honold wird weiter im Bereich Spedition in Neu-Ulm investieren und hat das unter anderem mit der Integration von Lebert Erbach in Neu-Ulm vollzogen.”
Klaus Hellmann, geschäftsführender Gesellschafter der Hellmann Worldwide Logistics, fügt hinzu: “Wir freuen uns über den weiteren Zuwachs in der Hellmann-Family. Dies bedeutet eine weitere Stärkung unseres Stückgutnetzes in Deutschland.”

1871 gegründet, ist Hellmann Worldwide Logistics heute ein weltweit führender Logistikanbieter. Das Familienunternehmen wird in der vierten Generation geführt. Das weltweite Netzwerk ist mit 19.300 Beschäftigten in 443 Büros in 157 Ländern vertreten. Die Dienstleistungspalette umfasst Transportlösungen per LKW, Bahn, Luft und See sowie maßgeschneiderte Branchenlösungen.

Quelle: Hellmann, Osnabrück

07.08.2013: Der Dritte im Bunde: Hochschule Augsburg erweitert Logistik

Sein Arbeitsbereich ist Industriebetriebslehre und industrienahe Dienstleistungen. Bei ihm geht es um optimale Betriebsabläufe für produzierende Unternehmen. Im Fokus stehen wertschöpfende Prozesse wie Beschaffung, Produktion, Distribution. Zum Wintersemester erweitert Professor Waibel das Kompetenzfeld Materialwirtschaft & Logistik an der Hochschule Augsburg.

Seit 2010 bilden die Professoren Dr. Michael Krupp mit Schwerpunkt Supply Chain Management und Dr. Peter Richard mit dem Fachgebiet Organisation und Logistik an der Fakultät für Wirtschaft das Kompetenzfeld Materialwirtschaft & Logistik (KMuL). Ihre Absolventen übernehmen als Betriebswirte unter anderem Führungspositionen in den Bereichen Produktion, Logistik oder Beschaffung. Sie planen, gestalten und setzen Prozesse um. Nicht zuletzt mit dem Start des neuen Studiengangs Internationales Wirtschaftsingenieurwesen steigt die Zahl der Studierenden weiter an. Deshalb verstärkt Professor Dr. Florian Waibel die praxisorientierte Lehre im Kompetenzfeld ab dem Wintersemester mit dem Schwerpunkt Industriebetriebslehre und industrienahe Dienstleistungen. Bei ihm lernen die Studierenden unter anderem im Fach Produktionswirtschaft wie Prozesse für schnelle Durchlaufzeiten bei niedrigen Beständen optimal gestaltet werden. Er deckt dabei sowohl die internen Abläufe von Maschine zu Maschine oder von Werk zu Werk als auch externe Prozesse von der Beschaffung bis zur Distribution ab.

Logistikexperte aus der Praxis
Waibel kommt von der Schaeffler Gruppe in Herzogenaurach. Der mittelständisch geprägte Konzern entwickelt und fertigt Wälz- und Kugellager für alles, was sich bewegt: Maschinen, Anlagen, Kraftfahrzeuge und auch für die Luft- und Raumfahrt. Als Leiter Logistik im Bereich Materialflusssteuerung und Beschaffung gestaltet er werksinterne Logistik- und Beschaffungsprozesse. Waibels Werdegang konzentriert sich auf den Mittelstand. Nach seinem Studium der Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Logistik an der Friedrich-Alexander-Universität in Erlangen-Nürnberg und einem Auslandsaufenthalt an der Universidad de Extremadura in Badajoz fand der gebürtige Nördlinger seinen beruflichen Einstieg 2001 bei der Fraunhofer-Arbeitsgruppe für Technologien der Logistik-Dienstleistungswirtschaft (ATL), heute Supply Chain Services (SCS). Dort leitete er zuerst Projekte zur Verkehrsverlagerung Straße/Schiene, später optimierte er Prozesse kleiner und mittlerer Unternehmen. Nach seiner Promotion zum Thema Schienengüterverkehr wechselte er 2007 zu einem mittelständischen Unternehmen mit 200 Mitarbeitern. Mit Werken in Deutschland und China steuerte er dort die Produktion und Logistik für Spitzer. Die Supply Chain reichte von der Beschaffung bis zu den Endkunden in der Kosmetik- und Schreibwarenbranche.

Versierter Blick für Prozesse
Seit er zum ersten Mal Produktionsluft geschnuppert hat, kann der 38-Jährige keine Werkshalle mehr betreten, ohne dass sein betriebswirtschaftlicher Blick erkennt, welche Prozesse kranken. Diesen Praxisblick für Industriebetriebswirtschaft bringt er in die Lehre ein. „In der produktionsstarken Region Augsburg kann ich die Inhalte meines Lehrauftrags perfekt mit der Praxis und mit der Forschung verbinden“, begründet Waibel seine Entscheidung für die Hochschule, die er bereits durch einen Lehrauftrag zum Thema Lean Management kennt. Für die Projektarbeiten mit den Studierenden baut er unter anderem auf die hervorragenden Kontakte zur regionalen Logistik- und Produktionsindustrie seiner Kollegen Krupp und Richard auf. „Mit der Professur an der praxisorientierten Hochschule spanne ich den Bogen zwischen Praxis, Lehre und Forschung und erweitere meinen Aktionsradius mit Einblick in die Logistikprozesse vieler Unternehmen“, freut sich Waibel auf das aktive Zusammenspiel im Kompetenzfeld und mit der Wirtschaft.

(Quelle: Gisela Blaas, COM.SENSE)

29.05.2013: transport logistic in München Süddeutsche Consultants mit BoxTango und Danubia Kombi auf Partnersuche

„Intermodale Innovation“ steht dieses Jahr bei der Süddeutsche Consultants GbR im Mittelpunkt der transport logistic. Vom 4. bis 7. Juni zeigt die Logistikberatung nicht nur ihre eigene Kompetenz in intermodalen Projekten wie z. B. Terminal Gate Verona. Sie ist auf der Leitmesse vor allem als Wegbegleiter für Newcomer mit echten Innovationen aktiv.

Stefan Blaas, Managing Partner der Süddeutschen Consultants ist auf der diesjährigen transport logistic Gastgeber und Türöffner für BoxTango und Danubia Kombi. Am eigenen Stand bei Bayern Innovativ (Halle B5 Stand 414/315) und bei interessierten Unternehmen zeigt er für die Schnittstelle Straße/Schiene wie das neuartige System BoxTango im nomadischen Umschlag für Container und Wechselbrücken den Weg zur Schiene verkürzt. Damit finden Verlader und Spediteure oder auch Bahnen mit dezentralem Umschlagbedarf zukünftig einen einfachen und kosteneffizienten Zugang zum Kombinierten Verkehr. Auf der Messe sucht das System, mit Hilfe der Süddeutsche Consultants, Partner die mit dem erfolgreichen Start Up Unternehmen BoxTango aus Herisau den Prototyp erproben und weiterentwickeln.

Ebenso auf Partnersuche ist Danubia Kombi aus Österreich. Das innovative Regalsystem befördert alle Ladeeinheiten inklusive Projektladungen oder Automobilen unbeschadet auf Schubleichter und damit auf die Wasserstraße. Die patentierte Verladeplattform macht jedes Transportgut kran- und stapelbar. Für den erfolgreichen Weg an den Markt sucht Süddeutsche Consultants für Danubia Kombi Partner, zum Beispiel Reedereien, Speditionen, Hochschulen oder Werften, für die weitere Projektierung und den Businessplan im Rahmen eines Förderprojekts.

Süddeutsche Consultants präsentiert auf der transport logistic am Gemeinschaftsstand Bayern Innovativ in Halle B5 Stand 315/414 zusammen mit Rail-Assets und Stetter Consulting die Themen Intermodale Verkehre mit dem Schwerpunkt Innovation sowie Vermarktung Schienenfahrzeuge, Automobillogistik und SCM.

Ansprechpartner: Stefan Blaas, Süddeutsche Consultants GbR, Telefon 0821 319 93 16 oder E-Mail blaas@sueddeutsche-consultants.de

19.04.2013: Boxenstopp im GVZ Region Augsburg: Checker und Stapler in Aktion

So flexibel sind Logistiker: Wenn die Sonne eine Beamer-Projektion behindert, stapelt ein Logistiker in drei Minuten drei Container vor das Tor der Waschanlage. So konnten die 50 Menschen, die am 18. April 2013 zum bundesweiten Tag der Logistik einer Einladung zum "Boxenstopp im GVZ Region Augsburg" folgten, bei der Auftaktpräsentation an der weißen Wand der Lkw-Waschanlage etwas erkennen. Schüler, Studenten, Anwohner und Vertreter der Wirtschaft lernten nicht nur was ein Reachstacker ist sondern erlebten vor Ort die Prozesse in einem Containerdepot. Zum Abschluss der Veranstaltung hievte ein Reachstacker sechs Container in nur fünf Minuten auf einen Stapel. Das Motto dabei hieß "Stapeln für einen guten Zweck" zugunsten der Brücke e. V., die kriminalitätspräventiv mit Kindern und Jugendlichen arbeitet.

Lesen Sie den ausführlichen Veranstaltungsbericht hier auf der Seite des GVZ Region Augsburg.

16.04.2013: Güterverkehrsgutachten der IHK Schwaben: Produktionsregion braucht Güterverkehr

Die Bedeutung der Bahn in der Anbindung an die Seehäfen und im alpenquerenden Verkehr wird in den nächsten Jahren erheblich zunehmen. Das ist ein Ergebnis des Gutachtens „Bayerisch-Schwaben – Drehscheibe für den Güterverkehr“, erstellt von der Intraplan Consult GmbH aus München im Auftrag der IHK Schwaben.

Mit 40 Prozent herstellender Industrie ist Bayerisch-Schwaben ist eine Produktionsregion. Für Beschaffung und Distribution von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen ist Schwaben deshalb auf eine funktionierende Verkehrsinfrastruktur angewiesen. Dieses Fazit zog IHK Präsident Dr. Andreas Kopton am Montag (15.04.2013) aus den Ergebnissen des Gutachtens.

Vier große Trends bis 2025 Nach der Studie prägen vier Entwicklung die Region bis 2025. Erstens steigt der Güterverkehr auf allen Verkehrsträgern aus, nach, in und durch die Region um fast ein Drittel. Zweitens gewinnt die Autobahn A 8 deshalb enorm an Bedeutung und bewältigt langfristig ein Plus von 75 Prozent mautpflichtiger Lkw. Zum Dritten rechnet die Studie auf der Bahn mit rund einer Hälfte mehr Transportmengen. Statt bisher 115 Zügen pro Tag verkehren bis zu 200 Züge. Viertens wachsen im Quell-, Ziel- und Binnenverkehr Schwabens die Transporte für den Fahrzeug- und Maschinenbau sowie sonstiger Halb- und Fertigwaren überproportional um zwei Drittel von 24 auf 40 Millionen Tonnen Pro Jahr.

Schwaben braucht Infrastruktur Heute beträgt das gesamte Transportaufkommen von und nach Schwaben – also ohne Transit – 115 Millionen Tonnen pro Jahr. 40 Prozent davon werden innerhalb Schwabens bewegt. Weitere 53 Millionen Tonnen durchqueren die Region. Der Transit auf der Schiene durch Schwaben wird langfristig von 11 auf 16 Millionen Tonnen steigen. Der Quell- und Zielverkehr per Bahn steigt überproportional von 4,2 auf 8 Millionen Tonnen. Daraus zieht die IHK Schwaben folgendes Fazit:  Kapazitätsengpässe auf Strecken und in Knoten müssen beseitigt werden. Die Wirtschaft braucht einen leichteren Zugang zur Schiene. Das Terminal im GVZ Region Augsburg muss schnellstens gebaut werden, da es eine Schlüsselposition einnimmt und der Umschlagbahnhof in Oberhausen überlastet ist. Mit der Elektrifizierung München – Lindau muss das „Dieselloch Allgäu“ geschlossen werden. Für die eng verflochtenen Wirtschaftsräume Schwaben und Norditalien muss der Alpentransit mit leistungs- und konkurrenzfähigen Verlagerungsangeboten gestärkt werden. Bei allen Ausbaumaßnahmen muss der Lärm- und Umweltschutz Beachtung finden. Und nicht zuletzt muss Planungssicherheit in Sachen Finanzierung herrschen.

Die Zusammenfassung der gutachterlichen Untersuchung kann bei Peter Stöferle, Geschäftsfeld Standort und Monitoring, IHK Schwaben unter E-Mail peter.stoeferle@schwaben.ihk.de oder Telefon 0821-3162 206 angefordert werden.

Film der IHK zur Logistikregion Schwaben.

Fernsehbeitrag A-TV vom 15.04.2013

06.04.2013: Auf dem Weg zum europäischen Gateway

Wie gut kann ein Logistikstandort ohne ausreichende Umschlagknoten sein, an denen die Ware von einem Verkehrsträger auf den anderen verladen werden kann?

Genau diese Frage hat man sich in Augsburg gestellt als klar wurde, dass die vorhandenen Kapazitäten nicht ausreichen. Der Weg für ein neues Güterverkehrszentrum war geebnet. Doch wie sich zeigt, ist aller Anfang schwer.

Das Schwabenland zählt offiziell zu den Top-Logistik-Standorten in Deutschland. Und auch die schwäbischen Logistiker sehen sich selbst in einer ausgesprochen guten Ausgangsposition. "Wenn man sich die Europa-Karte ansieht, stellt man fest, dass wir eigentlich mitten in Europa liegen", sagt Gianluca Crestani von Andreas Schmid Logistik in Augsburg. Die Region sei deshalb vor allem für Distributionslösungen in die angrenzenden Nachbarländer Tschechien, Italien, Schweiz und Österreich geeignet. Ein weiterer Pluspunkt ergibt sich aus dem gut ausgebauten Autobahn- und Schienennetz. Darüber hinaus haben sich in dem vom Maschinenbau geprägten Wirtschaftsraum zahlreiche Industrieunternehmen angesiedelt, die ihre Ware über den ganzen Globus schicken. Das allein reicht für einen guten Logistikstandort aber noch nicht aus. Es bedarf auch Umschlagknoten, an denen die Güter auf die verschiedenen Verkehrsträger umgeladen, für Ladungen zusammengestellt und für Transportfahrten vorbereitet werden.

Im Jahr 1996 entstand die Idee für ein Güterverkehrszentrums in Augsburg. Denn schon damals war der Umschlagbahnhof in Augsburg-Oberhausen überlastet. Gleich darauf schlossen sich die Städte Gersthofen, Neusäß und Augsburg zusammen und gründeten die GVZ Entwicklungsmaßnahmen GmbH. "Nur in diesem Städtedreieck war genügend Platz und eine optimale Infrastruktur gegeben", erläutert Geschäftsführer Ralf Schmidtmann. Im Jahr 2004 kamen schließlich die DUSS sowie die Augsburger Localbahn mit ins Boot, um die Pläne für ein Terminal voranzutreiben. Für einen Betrag von 70 Mio. EUR wurde drei Jahre später mit der Erschließung des 112 ha großen GVZs begonnen, das 2010 offiziell eröffnet wurde. Damals rechnete man bis 2020 mit einem jährlichen Verkehrsaufkommen von rund 1,43 Mio. t. Mit der direkten Anbindung zum Netz der DB und der Augsburger Localbahn, der Autobahn A8 und den Bundesstraßen B2 und B17 wurde der Umschlagplatz schnell als Güterdrehscheibe der Region gehandelt und bekam zugleich eine wichtige Funktion als Gateway für den alpenquerenden Güterverkehr. Auch der Zugang zum Korridor nach Süd- und Osteuropa sowie die gute Ausgangsposition als Hinterlandstandort für die Seehafenverkehre sollten die Logistiker in das Güterverkehrszentrum locken. Und tatsächlich waren 42 Prozent der Nutzfläche in kürzester Zeit vermarktet.

Als erstes Unternehmen siedelte sich die Firma GKM auf einer Fläche von 25.000 m² an. Die Hermes Logistik Gruppe folgte und nahm eine 7500 m² große Halle für Expressdienste in Betrieb. Dazu kamen der Logistiker Honold, der Containerlogistiker Kloiber und ein Nutzfahrzeugzentrum von Mercedes-Benz. Mit einer beanspruchten Fläche von 93.000 m² ist der Immobilienentwickler Prologis bislang größter Investor in dem Logistikzentrum. Doch nach dem ersten Ansturm geriet die Nachfrage ins Stocken. In den vergangenen zwei Jahren hat es keine größeren Ansiedlungen mehr gegeben. Die Ursache dafür sieht Schmidtmann vor allem in der Wirtschaftskrise. "Das Feedback insgesamt ist sehr positiv. Deshalb blicken wir optimistisch in die Zukunft." Allerdings haben es die Grundstückspreise in Augsburg auch in sich und könnten die Kauflaune der Logistiker hemmen. "Mit 110 bis 120 EUR pro Quadratmeter sind wir für Logistiker auch nicht billig", erklärt Schmidtmann und ergänzt: "Die großen Projektentwickler schielen auf Preise von 60 EUR pro m². Damit sind wir fast doppelt so teuer, bieten allerdings auch ein gut erschlossenes und sofort bebaubares Gelände mit großem Mehrwert." Mit modernem Ausbaustandard, großen Grundstücken für Logistikhallen und breiten Straßen ist das Augsburger GVZ für Schmidtmann weit mehr als ein einfaches Gewerbegebiet. "Dabei sind in den Grundstückspreisen bereits alle harten Kosten vom Erschließungsbetrag bis zum Herstellungsbeitrag für das Wasser- und Abwassernetz enthalten", unterstreicht er.

Trotz des gehobenen Standards solle das Logistikzentrum nicht in erster Linie die internationale Aufmerksamkeit auf sich lenken, sondern vor allem Logistiklösungen für regionale Verlader bieten. "Wir können und wollen uns gar nicht mit Nürnberg, München oder Regensburg messen, sondern Angebote für den regionalen Logistikmarkt schaffen", argumentiert Schmidtmann. Ein Alleinstellungsmerkmal, das die Konkurrenz sicher nicht vorweisen kann, sind die zahlreichen Grünflächen des Augsburger GVZs, die von zwölf hungrigen Eseln gepflegt werden. Mit dieser kreativen Idee wollen die Betreiber nicht nur für einen Hingucker sorgen, sondern vor allem für eine hohe Akzeptanz bei der Bevölkerung. "Für den Ausgleich der vom GVZ wirtschaftlich genutzten Logistikflächen haben wir eine 28 ha große öffentlich zugängliche Grünanlage geschaffen. Damit können wir zeigen, dass Logistik und Umweltschutz kein Widerspruch sein müssen, sondern sich prima ergänzen lassen", argumentiert der Geschäftsführer. Während die Esel die kostengünstige und ökologische Pflege der Rasenflächen übernehmen, sollen sie gleichermaßen zu einem positiveren Image des Logistikzentrums beitragen. Grünflächen besänftigen Bürger Und die Kreativität zahlt sich aus — die Akzeptanz aus der Bevölkerung ist da.

Was noch fehlt, sind weitere Logistiker, die das Leistungsangebot am Standort erweitern. Das erklärte Ziel für die nächsten Jahre ist deshalb eindeutig: Neuansiedlungen schaffen und alle möglichen Bedarfe decken. "Dazu gehört auch ein leistungsfähiges Umschlagterminal für den Kombinierten Verkehr. Nur so können wir im Wettbewerb mit anderen Standorten bestehen", bringt es Schmidtmann auf den Punkt. Genau hier aber liegt das Problem: Mit dem Bau des für 2014 geplanten Umschlagterminals wurde noch nicht einmal begonnen. Auf einer Fläche von rund 10 ha sollte es mit vier Umschlaggleisen, zwei Zugbildungsgleisen und drei Portalkränen 80.000 Ladeeinheiten pro Jahr bewerkstelligen. Bis zu 100.000 LKW-Fahrten könnten dann jährlich von der Straße auf die Schiene verlagert werden. Das alles ist aber noch Zukunftsmusik, denn seit April vergangenen Jahres befindet sich das Projekt im Planfeststellungsverfahren.

Sorgenkind Terminal "Aktuell wird über eine mögliche Verschärfung der Abwasserrichtlinie für die Oberflächenwasser der für Terminals vorgesehenen Flächen diskutiert. Wird diese durchgesetzt, bedeutet das für das Augsburger Güterverkehrszentrum einen Millionenaufwand", erklärt Schmidtmann. Und würde die ganze Umsetzung zudem noch weiter in die Länge ziehen. Ein großes Hindernis und möglicherweise auch Ursache, weshalb das GVZ noch nicht so richtig in Fahrt kommen will und die Schar an interessierten Käufern bislang wegblieb. Doch trotz der Startschwierigkeiten ist die Bedeutung des Augsburger Güterverkehrszentrums für die Region unumstritten - genau wie seine schlummernden Potenziale. Das zeigt auch ein Ranking der Deutschen GVZ-Gesellschaft, bei dem Augsburg 2012 auf Platz 16 der Top-20-Güterverkehrszentren in Deutschland landete.

Quelle: www.dvz.de

05.04.2013: Boxenstopp im GVZ Veranstaltungshinweis zum Tag der Logistik

Wer mehr wissen will über die Container an der Autobahn, kann zum bundesweiten „Tag der Logistik“ am 18. April 2013 einen Boxenstopp im Güterverkehrszentrum (GVZ) Region Augsburg einlegen. Von 16 bis 18 Uhr zeigt die Veranstaltung, welche Rolle die bunten Kisten für unseren Alltag spielen.

Im Containerdepot Kloiber, Frankfurter Straße 12, gibt der „Boxenstopp im GVZ“ Antworten auf fast alle Fragen rund um Container in der Logistik: Was ist drin in den vielen Containern? Woher kommen sie und wohin gehen sie? Was machen sie in Augsburg? Was passiert im Containerdepot? Neben Impulsvorträgen und Führungen über das Gelände heißt es „Stapeln für einen guten Zweck“. Im Wettbewerb gegen die Zeit zeigt ein Spezialist wie viele Container er in fünf Minuten stapeln kann. Jeder gestapelte Container steht für einen Spendenbetrag an die Brücke e. V. Der Tag der Logistik findet auf Initiative der Bundesvereinigung Logistik (BVL) e. V. jedes Jahr im April statt. 2012 erlebten rund 34.000 Besucher bei 401 Veranstaltungen die Logistik. Unter dem Motto „Logistik macht’s möglich“ geben bundesweit hunderte von Unternehmen und Organisationen Einblick in ihre Aufgaben und Abläufe. Der deutschlandweite Aktionstag bewährt sich seit 2008 zum sechsten Mal, das GVZ Region Augsburg ist zum fünften Mal dabei.


Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei.
Anmeldung unter www.gvz-augsburg.de

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